Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Projekte zum Schulabschluss: Raul will auf Weltreise

Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse präsentierten am Dienstag im Oberstufenzentrum Degenau in Jonschwil ihre Abschlussprojekte. Dabei erzählten sie von ihren Erfolgen, aber auch von den Herausforderungen.
Joëlle Ehrle
Yannik Vettiger präsentierte seinen mobilen Sichtschutz, in den er 15 Arbeitsstunden investiert hat. Bilder: Joëlle Ehrle

Yannik Vettiger präsentierte seinen mobilen Sichtschutz, in den er 15 Arbeitsstunden investiert hat. Bilder: Joëlle Ehrle

Eine Woche hatten die Oberstufenschülerinnen und -schüler der 9. Klasse unter der Aufsicht ihrer Lehrpersonen Zeit, sich in ein eigenständiges und selbst gewähltes Projekt zu vertiefen. Die Ausführung einer solchen Arbeit gehört seit einigen Jahren zum obligatorischen Programm der Schulabgängerklassen. Die Lernenden waren kreativ, schufen materielle Objekte, wie die von Yannik und Nina, oder immaterielle, wie jenes von Raul.

Yannik Vettiger aus der Klasse 3a ist bei der Präsentation als erster an der Reihe und startklar, seinen selbst konstruierten Sichtschutz zu präsentieren. Seine Motivation zum Bau dieses Objektes begründet er mit einem aktuellen Anlass: «In unserem Quartier sind neue Überbauungen geplant. Der Sichtschutz ist praktisch. Er verhindert, dass die Bewohner dieser Bauten nicht in unser Wohnzimmer sehen.»


15 Stunden Aufwand


Der Sichtschutz besteht aus Streckmetall. «Könnte ich das Objekt nochmals bauen, würde ich ein anderes Blech in Erwägung ziehen. Zum Beispiel jenes, welches für Hühnerställe gebraucht wird, da es stabiler ist», sagt der Schüler. Vier Mittwochnachmittage, zirka 15 Stunden, verbrachte er in der Werkstatt seines Vaters. Diese Investition machte sich jedoch bezahlt, denn er übte sich im Umgang mit vielen Geräten: «Mit einer Winkelschleifmaschine habe ich die Kanten geschweisst», erklärt er dem interessierten Publikum.

Nina Bruggmann zeigt stolz ihre Hufeisenblume.

Nina Bruggmann zeigt stolz ihre Hufeisenblume.

Doch nicht alles verlief reibungslos: «Das Bohren der Löcher war besonders kräfteraubend und der Bohrer wurde dadurch beschädigt. Ein paar Mal habe ich mir auch in die Finger geschnitten.» Doch die Blessuren und die Anstrengungen sind schnell vergessen, denn er sei sehr stolz ein solches Werk geschaffen zu haben. Auch Yanniks Eltern sind zufrieden mit der Arbeit ihres Sohnes: «Wir waren überrascht, wie selbstständig er arbeitete.»


Hätte nie gedacht, dass das Endprodukt so gut gefällt


Yannik hat schon einige Ideen, wie man den Sichtschutz in Szene setzen könnte: «Man kann ihn mit Efeu oder Himbeerranken bewachsen lassen oder Licht ins Innere einbauen.»
Yannik Vettigers Mitschülerin, Nina Bruggmann, war in der Projektwoche ebenfalls äusserst kreativ. Ihr Endprodukt: eine selbstgemachte Blume aus Hufeisen. «Ich wollte etwas Neues ausprobieren und handwerklich tätig sein. Im Internet fand ich die passende Inspiration zur Ausführung meiner Projektarbeit.» Eine Freundin der Mutter stellte ihr die dafür benötigten Hufeisen zur Verfügung. Dass ein «Mise en Place» nicht nur in der Küche von Vorteil ist, verdeutlicht Nina während ihrer Präsentation. «Zuerst musste ich meinen Arbeitsplatz einrichten, bevor es ans Schleifen und Schweissen ging.» Besonders das Schweissen habe ihr Spass gemacht: «Ich habe dabei viel Neues dazu gelernt.» Das Endprodukt fiel für Nina unerwartet aus: «Ich hätte nicht gedacht, dass mir die Blume so sehr gefällt. Sie wird in unserem Garten schön zur Geltung kommen.»


«Das Reisen fasziniert mich.»


Neues Zimmer, neues Projekt: Raul Weibel, Schüler der Klasse 3d, beeindruckt Zuschauer und Lehrpersonen mit der Präsentation seines Projektes: «Meine kleine Weltreise».
Raul legte dabei selber Eckpunkte fest, suchte Orte aus, die zeitlich kompatibel sind, und kombinierte schlussendlich alles zu einer Reise. «Reisen fasziniert mich. Mit Wunschdestinationen im Kopf, wollte ich mein Abenteuer selbst organisieren.»

Raul Weibel stellte seine Projektarbeit «Meine kleine Weltreise» vor.

Raul Weibel stellte seine Projektarbeit «Meine kleine Weltreise» vor.

Er gestaltete einen detaillierten Reiseplan und führte seine gebuchten Unterkünfte auf. Daraus entstand ein kombinierter Plan. Auch ein Budgetplan darf beim Reisen nicht fehlen. Als zukünftiger Mitarbeiter bei einer Bank fand Raul auch daran Gefallen: «Die Reise wird 3662 Franken kosten, das entspricht in etwa meinen Erwartungen.» Er konnte durch die Wahl von günstigeren Hotels, Flügen und Aktivitäten beim Budget einsparen. «Es war aber manchmal eine Herausforderung, solche Angebote zu finden», ergänzt er.

Von Zürich über die USA bis nach Hongkong

Zusätzlich erstellte er ein Infoblatt, worauf wichtige Dinge wie Trinkgeld geregelt sind. Weiteres ist in der Reisecheckliste geregelt. Die Reise wird ihn von der Schweiz nach Amerika bis nach Asien führen. Auf welche Destination er sich besonders freue, antwortet Raul: «Auf Hongkong freue ich mich am meisten!»

Hinweis:
Weitere Schülerprojekte werden am Donnerstag, 14. Februar 2019 ab 18.10 Uhr im Oberstufenzentrum Degenau präsentiert.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.