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PROJEKTARBEIT: Die Ferien für Malerarbeiten genutzt

Der Jugendtreff Sirnach hat am Samstag seine Türen für die Öffentlichkeit geöffnet. Er erstrahlt dank einem engagierten Schüler in neuem Glanz – und verfügt neuerdings auch über einen Playboy-Raum.
Es ist vollbracht: Muhamed Jakupovic brachte den Jugendtreff Sirnach auf Vordermann. (Bild: Florian Beer)

Es ist vollbracht: Muhamed Jakupovic brachte den Jugendtreff Sirnach auf Vordermann. (Bild: Florian Beer)

In gemütlicher Runde wurde geplaudert, knusprige Knabbereien standen auf den Tischen und im Hintergrund lief Reggae. Im Jugendtreff Sirnach wurde am Samstag ein Tag der offenen Tür organisiert. «Wir haben die Neugestaltung unserer Räume dazu genutzt, die Bevölkerung einzuladen und sich vom Endprodukt zu überzeugen», sagt Stefan Kümin, Mitglied des fünfköpfigen Vorstandes.

Tischtennis, Billard und natürlich Spielkonsolen

Der Sirnacher Sekschüler Muhamed Jakupovic hatte für seine Projektarbeit das Ziel, die Räumlichkeiten des Jugendtreffs neu zu gestalten und den Wänden einen frischen Anstrich zu verpassen. Jakupovic, der diese Tage die dritte Sekundarstufe beendet und ab Sommer eine kaufmännische Lehre mit Berufsmittelschule absolvieren wird, kam allein auf diese Idee. «Ich habe schon immer gerne gemalt. Als ich mit Freunden hier im Jugendtreff war, kam mir dieser Einfall», sagt er. Früher waren die Wände ganz dunkel und wenig einladend. «Das wollte ich ändern, damit die Räumlichkeiten schöner und attraktiver für die Jugendlichen werden.»

Gelungen ist ihm das allemal. Der Jugendtreff ist hell, modern ausgestattet und jeder Raum hat einen anderen Wandanstrich. Aus dem alten Büro wurde ein Spielzimmer mit bequemen Sofas, Spielkonsolen und Flachbildschirm. Eine Tischtennisplatte und einen Billardtisch hat es an der Obermattstrasse 4 auch. Es gibt sogar einen Playboy-Raum. Der Name kommt von an die Wand gemalten Emblemen der Herrenzeitschrift.

Bis drei Uhr nachts an der Arbeit

Fast zwölf Stunden hat der Jugendliche während zweier Wochen jeden Tag gemalt, teilweise bis drei Uhr nachts. «Ich habe meine ganzen Frühlingsferien für diese Arbeit geopfert und viel Zeit in dieses Projekt investiert», sagt der 16-Jährige. Natürlich habe er sich ab und an speziell motivieren müssen, zu arbeiten statt auf dem Fussballplatz mit seinen Freunden zu sein, gibt Jakupovic zu. Dennoch habe ihm die Arbeit viel Spass gemacht und der grosse Aufwand habe sich gelohnt. «Ich würde es auf jeden Fall wieder machen.»

Florian Beer

redaktion@wilerzeitung.ch

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