Projekt vorderhand gescheitert

EISHOCKEY. Das eigene Clubdenken hat einmal mehr verhindert, dass der Ostschweizer Eishockeynachwuchs zusammengezogen werden kann. Somit bleibt fast alles bei der alten Situation.

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Angedacht war, dass die Eishockeyclubs Wil, Uzwil, Herisau, Eisbären St. Gallen sowie Rheintal einen Schulterschluss vollziehen würden, eigene Nachwuchsspieler abgeben und im Gegensatz andere bekommen würden. Vor zwei Wochen zeigte sich der Wiler Ernst Wirth noch optimistisch, dass dieses Projekt gelingen würde und dass man deshalb daran gehe, eine Auslegeordnung vorzunehmen um die Nachwuchsspieler den entsprechenden Partnervereinen zuzuordnen.

Hinderliches Vereinsdenken

Gestern musste ein enttäuschter Wirth bekanntgeben, dass dieses Projekt gescheitert sei. «Einmal mehr hat das eigene Vereinsdenken einem solchem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung gemacht.» Konkrete Schuldzuweisungen an Partnervereine wollte Wirth jedoch nicht machen. «Das Problem mit den Lizenzen war bei den Clubs jedoch grösser als erwartet.»

Geduld ist angesagt

«Jetzt bleibt alles so, wie es bisher war», informierte Wirth. Das Zusammenarbeits-Gebilde mit Wil, Herisau, St. Galler Eisbären sowie Rheintal werde wie in den vergangenen Jahren weitergeführt. Ebenso die Zusammenarbeit zwischen dem EC Wil und dem EHC Uzwil auf den Stufen Bambini, Piccolo und Moskito.

Gerade die Zusammenarbeit mit dem EHC Uzwil lässt Ernst Wirth hoffen, dass es doch einmal zu einer «Ostschweizer Verschmelzung» im Nachwuchsbereich kommen könnte. «Mit jeder neuen Altersstufe, in der die Vereine zusammenarbeiten, erhöht sich die Chance, dass es doch einmal zu einer Verschmelzung kommt.» Nur dauere jetzt einfach alles länger als erhofft. (uno.)

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