Projekt berücksichtigt heutige Lastwagengrössen nicht

Werner Schiess, Flawil
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Ich habe an der Orientierungsversammlung im Lindensaal teilgenommen sowie am Referendum mitgemacht. Von diesem ganzen Neugestaltungsprojekt bin ich enttäuscht, ausgenommen ist der geplante Isny-Kreisel. Ich bin seit bald 30 Jahren wohnhaft in Flawil, zugezogen aus Gossau. Vor ca. 45 Jahren war ich das erste Mal als Chauffeur berufsmässig in La Chaux-de-Fonds unterwegs und entdeckte das Einbahn- System durch die Stadt und die Querstrassen. Dieses gute Verkehrssystem wollte ich in Gossau beliebt machen, mit der Begründung, dass der Verkehr in den kommenden Jahren weiter zunehmen werde. Jedoch wurde ich, als nicht studierter, junger Kerl damals nicht ernst genommen. Heute wäre man für ein solches System dankbar.

In Flawil sind nicht viele Bewohner so viel mit dem Velo und zu Fuss unterwegs wie ich. Bitte macht im Zentrum nicht den gleichen Fehler wie beispielsweise in der Burgau. Dort wurde, wie alle wissen (ausser dem Gemeinderat), die Sicherheit der Velofahrer verschlechtert statt erhöht. Ich habe selber schon fast einen Sturz erlebt. Mit gegenseitiger Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer (auch Velofahrer der Oberstufe) geht es im Zentrum von Flawil auch ohne Neugestaltung der Strasse.

Wir brauchen den LKW-Verkehr für die Industrie, also auch für unsere Arbeitsplätze. Allen voran Flawa, Büchi und SFS haben viele Importe sowie Exporte. Den Planern dieses Strassenprojekts möchte ich folgenden Rat geben: Befassen Sie sich mit den Angaben von Längen, Breiten und Höhen der heutigen Lastwagen und planen Sie nicht mit den LKW-Massen wie vor 30 Jahren. Die Lastwagen und auch landwirtschaftliche Gefährte sind breiter und länger, dazu werden die Strassen verengt (unter dem Deckmantel der Verkehrssicherheit), die logische Folge davon, es wird enger und viel gefährlicher für den Velofahrer und die Fussgänger.

Das ganze Neugestaltungsprojekt ist zu wenig durchdacht und bringt mehr Nachteile als Vorteile. Deshalb gehört am 12. Februar ein klares Nein in die Urne.

Werner Schiess, Flawil