Professionalisierung der Schulbehörde gefordert

Die SP Uzwil stimmt in weiten Teilen der zur Vernehmlassung vorliegenden Gemeindeordnung zu. Anzustreben sei eine Professionalisierung der Schulbehörde.

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uzwil. Ablehnend jedoch stellen sich die Sozialdemokraten gegenüber einer direkten Volkswahl des Schulrats. «Durch die Professionalisierung der Führung der Volksschule mit zunehmender Übertragung operativer Aufgaben an die Schulleitungen haben sich die Aufgaben der Schulbehörde zunehmend auf die strategische Ebene verlagert», schreibt die SP in ihrer Stellungnahme innerhalb der Vernehmlassung. Eine Professionalisierung der Schulbehörde sei daher ebenfalls anzustreben.

Berufungsverfahren

Über das Berufungsverfahren könne besser gewährleistet werden, dass Bewerbende dem Anforderungsprofil nötiger/ergänzender Kompetenzen entsprechen. Zudem könnten parteiunabhängige Personen, die jedoch das passende Profil aufweisen, eher in den Rat rekrutiert werden. «Damit kann auf die Qualifikation der Schulräte und Schulrätinnen besser Einfluss genommen werden», hält die SP fest. Weiter könne eine bessere Kontinuität der Schulratsarbeit sichergestellt werden, wenn sich der Rat nicht alle vier Jahre erneuert und dadurch neu konstituieren muss.

Nur noch fünf Schulräte?

Weiter stimmt die SP Uzwil dem Vorschlag, den Schulrat von neun auf fünf Mitglieder zu reduzieren, nur im Falle eines Berufungsverfahrens zu. Nach Ansicht der SP Uzwil sind jedoch im Falle einer Volkswahl fünf Mitglieder zu wenig, denn einerseits müssten die anstehenden Aufgaben auf die Kompetenzen der Gewählten abgestimmt werden und andererseits lasse eine Verkleinerung keine ausgewogene parteipolitische Vertretung mehr zu.

«Hürden tief halten»

Für Initiative und Referendum sollte nach Ansicht der SP Uzwil keine feste Unterschriftenzahl festgelegt, sondern wie bis anhin die Unterschriftenzahl über eine Berechnungsformel bestimmt werden, da diese allfällige Bevölkerungsentwicklungen automatisch berücksichtigt. Zudem unterstützt die SP Uzwil eine Anhebung auf 500 Unterschriften für Initiativen und Referenden nicht, da die Hürde für eine Initiative oder ein Referendum tief gehalten werden sollte. «Parteien oder örtliche Interessengruppen verfügen auf Gemeindeebene nicht über Sekretariate und Infrastrukturen, die eine Unterschriftensammlung koordiniert und vereinfacht», schreibt die SP. (spu.)

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