«Prix Casa» für St. Katharina

Eine Jury aus Vertretern der Kulturkommission und der Stadtverwaltung sowie von Wil Tourismus verleiht den «Prix Casa 2011» für die herausragendste Renovation an das Kloster St. Katharina.

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Der nun zum achtenmal vergebene «Prix Casa Wil» geht alljährlich an den Hauseigentümer oder an die Trägerschaft, deren Gebäuderenovierung unter Berücksichtigung denkmalpflegerischer Aspekte von der Jury als die «Bestgelungene» qualifiziert wird. Der Prix Casa 2011 – in Form einer Urkunde sowie einer Metallplakette – wird anlässlich des traditionellen Martinimahls von Wil Tourismus an die Priorin des Dominikanerinnenkloster St. Katharina, Schwester Simone Hofer, verliehen.

400jährige Baugeschichte

Das 1605 bis 1607 erstellte Frauenkloster St. Katharina hat im Verlauf der Geschichte viele bauliche Änderungen erfahren. Das klösterliche Leben erforderte diverse strukturelle Anpassungen. Mit der Konzentration des eigentlichen Klosterbetriebs auf den ursprünglichen Bereich des Altklosters erfolgten Anpassungen an die heutigen Bedürfnisse. Die beiden später erstellten Gebäudeflügel können neuen Nutzungen zugeführt werden. Die baulichen Massnahmen folgten der Zielsetzung, die klösterliche Atmosphäre zu erhalten, die Gemeinschaft räumlich zusammenzuführen und den Schwestern das Klosterleben zu erleichtern. Gleichzeitig sollte auf das Alter der Gemeinschaft, die Wirtschaftlichkeit des Betriebs und den Schutz des Kulturguts Rücksicht genommen werden. Das unter dem Wiler Architekten Josef Leo Benz sorgfältig erarbeitete Projekt umfasst fünf Bauetappen, welche von 2007 bis 2010 realisiert wurden. (sehe Kasten). Die 4. und 5. Etappe erfolgten im denkmalpflegerisch geschützten Bereich der Klosteranlage und wurden von der kantonalen Denkmalpflege unter der Leitung von Pierre Hatz begleitet. Mit der Beseitigung störender An- und Einbauten und dem An- und Einfügen neuer Bauelemente und Anlagen erlebt die Klosteranlage eine Aufwertung.

Brunnen wiederentdeckt

Bestehendes steht im Einklang mit neuen Elementen, die reiche Spiritualität der Anlage wird umfassend erlebbar. Ein speziell beschaulicher Ort wurde im Kreuzgarten geschaffen, der aussenräumlich neu definiert und mit der künstlerischen Ausgestaltung des wiederentdeckten Zisternenbrunnens durch den Sarner Künstler Kurt Sigrist bereichert wurde. (pd)