PRIESTERJUBILÄUM: «Priester ist man nicht für sich»

Seit 50 Jahren wirkt der Benediktinerpater Columban Züger, gebürtig aus der Käserfamilie Züger in Andwil, als Priester. Am Sonntag feierte er das goldene Jubiläum mit seiner Familie in Magdenau.

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Von 2012 bis 2015 wirkte Pater Columban Züger als mitarbeitender Priester in der Sema. (Bild: PD)

Von 2012 bis 2015 wirkte Pater Columban Züger als mitarbeitender Priester in der Sema. (Bild: PD)

«Welch ein Freudenjahr war für mich das Jahr 1967», sagt Pater Columban rückblickend. Damals, am 19. Mai, durfte er in Disentis die Priesterweihe feiern. Die Klosterprimiz fand am 28. Mai ebenfalls in Disentis statt. Und am 9. Juli 1967 schliesslich wurde die Heimatprimiz in Andwil gefeiert. Pater Columban ­erinnert sich: «Diese Feste mit ­ so vielen Menschen waren eine grosse Freude nach den langen Jahren der theologischen Ausbildung in Einsiedeln und in Chur.»

Lateinlehrer und Statthalter

Der erste Einsatz an der Klosterschule Disentis als Lehrer und ­Vizepräfekt dauerte von 1968 bis zum Sommer 1971. Nach der Ausbildung zum Agronomen (bis Herbst 1974) in Pfäffikon, Troyes (Frankreich) und dem Technikum in Zollikofen wirkte Pater Columban an der Klosterschule Disentis als Latein- und Religionslehrer. Im Kloster Disentis selber hatte er während rund 25 Jahren das Amt des Statthalters inne. Viele Aushilfen an den Wochenenden in den bündnerischen Pfarreien und an hohen Festtagen ergänzten seinen vielfältigen Aufgabenbereich. Von 1999 bis 2012 amtete Pater Columban als Spiritual und Administrator im Kloster Müstair. Danach kehrte er in die Ostschweiz zurück und entlastete als mitarbeitender Priester die Seelsorgeeinheit Magdenau (Sema) bis September 2015. Während rund eines Jahres bot er seine Dienste in den Kirchgemeinden von Widnau, Balgach und Diepoldsau an. Seit Anfang Mai ist Pater Columban in Bazenheid, Kirchberg und Gähwil tätig.

Heilige Messe als Herzstück

«Mein Credo war immer: Priester ist man nicht für sich, sondern für die Mitmenschen», sagt Pater Columban. Diese Überzeugung hat ihn während seines ganzen Priesterlebens begleitet. In jeder Wirkungsstätte fühlte er sich zu Hause. Jeden Tag feiert er die heilige Messe. Sie ist sein Herzstück. Er liebt es aber auch, mit dem Mann und der Frau auf der Strasse unterwegs zu sein. Oder, wie gestern, im Kreis seiner grossen Familie zu verweilen. (pd)

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