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PREMIERE: Emotionale Jugend-Zeitreise

19 Jugendliche standen bei der Uraufführung des Fast-Dramas «Unterschlupf» von Paul Steinmann in der ausverkauften Lokremise auf der Bühne: Für eine Produktion des Momoll-Jugendtheaters Wil.
Thomas Riesen
Grosse Aufregung gab es im Unterschlupf, als Alice (Ramona Färber) angeschossen wurde und zusammenbrach. (Bilder: Marlies Scarpino)

Grosse Aufregung gab es im Unterschlupf, als Alice (Ramona Färber) angeschossen wurde und zusammenbrach. (Bilder: Marlies Scarpino)

Thomas Riesen

redaktion@wilerzeitung.ch

1941: Ein Dorf in der Romandie. Jugendliche aus dem Dorf treffen auf Jugendliche im Landdienst – aus der Deutschschweiz. Sie werden zur verschworenen Gemeinschaft, gegen die Welt der Erwachsenen und gegen die Zeit. Doch gewinnen können sie nicht. Ihr Schicksal ist bestimmt, sie werden in zehn Tagen wieder auseinandergehen, und der Zweite Weltkrieg holt die Träume, Wünsche und Ziele der Jugendlichen immer wieder ein. Auch wenn sie sich verstecken. Deshalb hat es Paul Steinmann ein Fast-Drama genannt.

Frédérique, Antoinette, Justin, Emil, Rösli, Marie, Anneli, Umberto, Bethli, Suzette, Jeanne, Emmi, Gritli, Liseli, Toni, Mathilde, Alice und Hedi wachsen zusammen. Sie verlieben sich, haben Heimweh, träumen von einer Reise nach England oder wollen einfach geküsst werden. Als Lorenzo, der italienische Soldat aus dem Internierungslager, dazukommt, helfen sie selber, so gut es eben geht – mit Konsequenzen.

Das grosse Interesse ermöglichte es, 19 Charaktere im Stück einzubauen, und weil einige Schauspieler bereits Bühnenerfahrung mitbrachten, war ein hoher Anspruch möglich. Das Ergebnis: Unterschlupf. Die grosse Geschichte ist schnell erzählt. Paul Steinmann hat seinen Spielraum genutzt und dem Team um die Regisseurinnen Claudia Rüegsegger sowie Barbara Schüpbach gelang eine hohe zeitliche Authentizität.

Die emotionale, detailgetreue Darbietung erhielt vom Publikum den verdienten Applaus. Es war auf eine Zeitreise mitgenommen worden und wurde auf eine Berg- und Talfahrt der Gefühle geführt. «Theater ist personalintensiv und die Helfer erwiesen sich als professionelles Dreamteam», lobte Barbara Schüpbach und ergänzte: «Wir sind vom ursprünglich wilden Haufen zum wunderbaren Ensemble geworden.»

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