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Praktischer Einblick in rasant verändernde Berufe

Im Erweiterungsbau des Berufs- und Weiterbildungszentrums in Uzwil sind für die Lernenden Praxisräume eingerichtet. Gestern wurden sie eingeweiht.
Urs Bänziger
Regierungsrätin Heidi Hanselmann legt bei der Reifenmontage Hand an. (Bild: Urs Bänziger)

Regierungsrätin Heidi Hanselmann legt bei der Reifenmontage Hand an. (Bild: Urs Bänziger)

Das duale Bildungssystem in der Schweiz findet im Ausland Lob und Anerkennung. Zu hochgelobte Systeme würden träge machen, mahnte Marco Frauchiger. Der Rektor des Berufs- und Weiterbildungszentrums Wil-Uzwil (BZWU) sieht drastische Veränderungen auf die Berufswelt zukommen. «Zukunftsforscher gehen davon aus, dass es in 20 Jahren rund die Hälfte der heutigen Berufsfelder in dieser Art nicht mehr geben wird», sagte er zu den Gästen. Der Erweiterungsbau, der gestern am BZWU in Uzwil eingeweiht wurde, soll dazu beitragen, dass die Lernenden in Industrie- und Fahrzeugberufen mit dieser rasanten Entwicklung Schritt halten können.

Mit modernen Geräten ausgestattet

Für 2,5 Millionen Franken hat der Kanton einen Neubau erstellt. Darin befinden sich Praxisräume, wo angehende Anlagen- und Apparatebauer, Polymechaniker, Konstrukteure, Reifenpraktiker, Automobilassistenten und Automobilmechatroniker den theoretischen Unterricht in der Praxis umsetzen können. «Die Lerninhalte der jungen Berufsleute werden immer komplexer. In spezifischen Themen verlangt der Lernprozess daher ein fein verzahntes Zusammenspiel unterschiedlicher Lernmethoden. Dazu gehört insbesondere der praktische Einblick in reale und aktuelle Apparaturen», sagte Frauchiger. Mit einem didaktischen Konzept planen die Lehrpersonen selber, wann und zu welchen Themen sie die Praxisräume einsetzen wollen. Den Lernenden der Industrieberufe stehen in den Praxisräumen 3D-Drucker, Lasermessgeräte und andere Technologien zur Verfügung. Der Praxisraum für Fahrzeugberufe gleicht einer modern eingerichteten Autowerkstatt.

Regierungsrätin Heidi Hanselmann überbrachte an der Einweihungsfeier die Glückwünsche der St. Galler Regierung. Sie staunte über die Veränderungen. Die Regierungsrätin verriet den Gästen, dass sie 1988 als Lehrerin an der Berufsschule in Uzwil unterrichtet habe. Die Infrastruktur sei nicht mehr zu vergleichen. «Durch den Erweiterungsbau geben sich Theorie und Praxis die Hand. Die neuen Räume tragen dazu bei, dass die Berufsleute ihr Wissen vernetzen und vergrössern können», sagte sie.

Am BZWU in Uzwil, dem Kompetenzzentrum für Technik, besuchen aktuell 1100 Lernende die Berufsschule. Die weiteren Standorte sind Wil (Dienstleistung) und Flawil (Gewerbe).

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