Interview
Präsident Roger Dietschweiler zum Saisonstart des EC Wil: «Das Heimrecht fürs Playoff zu holen, wäre toll»

Am Samstagabend beginnt für den EC Wil die Meisterschaft. Für Präsident Roger Dietschweiler ist es die erste Saison, die er von Anfang an in diesem Amt erleben wird. Der 46-jährige Thurgauer über Saisonziele und Erwartungen an den Trainer.

Tim Frei
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Roger Dietschweiler will mit dem EC Wil langfristig vorne mitspielen. (Bild: Michel Canonica)

Roger Dietschweiler will mit dem EC Wil langfristig vorne mitspielen. (Bild: Michel Canonica)

Wie fiebern Sie dem erstem Spiel entgegen?

Roger Dietschweiler: Das ist ein spezieller Moment für mich. Ich spüre eine gewisse Anspannung – wie vor Mountainbikerennen, die ich in der Vergangenheit absolvierte und bald wieder fahren möchte. Gleichzeitig herrscht Vorfreude, dass es endlich losgeht. Mit den vielversprechenden Testspielen sind wir zufrieden. Doch wir überschätzen die positiven Resultate natürlich nicht. Wie alle anderen Teams wissen wir nicht, wo wir stehen.

Es hiess, der EC Wil sei bis auf einen Stürmer komplett. War die Suche erfolgreich?

Wir haben uns bewusst lange Zeit gegeben. Unsere Hoffnung war, dass wir Spieler anderer Clubs, die den Kaderschnitt in höheren Ligen nicht schaffen, verpflichten können. Kurz vor dem Saisonstart gelang uns das.

Konkret?

Wir sicherten uns von sechs jungen Spielern die B-Lizenz: Stürmer Mirco Kägi und Verteidiger Marc Müller vom eine Liga höher spielenden Bülach, die drei Stürmer Andrea Giannone, Marco Benz und Yanick Streule aus dem Nachwuchs des NLA-Clubs Rapperswil-Jona sowie Verteidiger Gian Morson aus unserem Nachwuchsverbund mit Herisau.

Wie lautet das Saisonziel?

Wir möchten uns in der vorderen Tabellenhälfte platzieren. Unser Ziel ist im Minimum Platz fünf. Das sollte mit dieser Mannschaft möglich sein. Toll wäre es, das Heimrecht für das Playoff, also Platz vier, zu holen. Für das muss aber alles zusammenpassen.

Was stimmt Sie optimistisch?

Die Stimmung in der Mannschaft ist ausgezeichnet. Die neuen Spieler haben sich gut eingefügt. Es scheint, dass alle an einem Strick ziehen.

Die vergangene Saison endete mit dem schnellen Playoff-Aus enttäuschend – ein Rückschritt zur Saison 2017/2018. Was sind die Erwartungen des Vorstands an Trainer Andy Ritsch für diese Spielzeit?

Sein Auftrag ist es, das Team weiterzuentwickeln. Wir erwarten von ihm etwa, dass er nebst der Paradeformation um Elia Mettler, Andreas Ambühl und Fabio Högger eine zweite gefährliche Offensivlinie etabliert. Wir möchten langfristig vorne mitspielen und hoffen, dass wir mit einer guten Saison die Basis dafür schaffen.

Ritsch ist auch interimistischer Sportchef. Ihr Ziel ist es, einen Nachfolger zu finden. Wann ist es soweit?

Wir möchten im Oktober bis November einen neuen Sportchef präsentieren können.