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PRÄGEND: Ein Macher, der nicht vergessen ist

Rudolf «Ruedi» Moser ist mit 105 Jahren einer der ältesten Menschen der Region – und der älteste Bewohner des Alterszentrums Tannzapfenland in Münchwilen. Er nimmt an so vielen Anlässen wie möglich teil, meist in Begleitung seiner Frau Maria.
Sie prägten über die Hälfte der 110-jährigen Geschichte der Elektra Fischingen: Der 105-jährige Ruedi Moser und dessen Nachfolger als Werkskassier, Ruedi Amrhein. (Bild: PD)

Sie prägten über die Hälfte der 110-jährigen Geschichte der Elektra Fischingen: Der 105-jährige Ruedi Moser und dessen Nachfolger als Werkskassier, Ruedi Amrhein. (Bild: PD)

Auch mit stolzen 105 Jahren geniesst Ruedi Moser das Dasein in vollen Zügen. Er bewohnt seit September 2015 mit seiner Ehefrau Maria ein Doppelzimmer im Regionalen Alterszentrum Tannzapfenland Münchwilen und nimmt an so vielen Anlässen wie möglich teil. «Herr Moser geht es gut. Alleine sieht man ihn fast nie. Stets wird er von seiner Frau begleitet, wenn er sich in der Cafeteria aufhält oder an einem unserer verschiedenen Anlässen teilnimmt», sagt Renate Merk, Leiterin des Münchwiler Alterszentrums.

Ruedi Moser ist mittlerweile auch der älteste Fischinger. Massgeblich hat er das Geschick der örtlichen Elektra geprägt. Eine kleine Delegation des aktuellen Werksvorstandes besuchte den Jubilar unlängst im Hinterthurgauer Bezirkshauptort und würdigte eine Persönlichkeit. Diese ist im Gedächtnis vieler Fischinger nach wie vor verankert. Für die Elektra Fischingen amtete Ruedi Moser während eines Dritteljahrhunderts als Kassier, nämlich von 1955 bis 1988. Bei Wind und Wetter war er monatlich mit seinem Fahrrad oder auch zu Fuss unterwegs, um die Zähler in den Haushaltungen abzulesen und die Gebühren einzuziehen. Nicht immer wurde er dabei mit offenen Armen empfangen. Sorge bereiteten ihm auf seinen Touren aber weniger die Stromkunden – vor ihren Hunden hatte er hingegen Respekt.

Mit leisem Heimweh nach Fischingen

Der Nachfolger von Ruedi Moser ist bei der Elektra nach wie vor im Amt. Ruedi Amrhein, amtierender Geschäftsführer, darf bereits auf 28 Kassierdienstjahre zurückblicken. Somit repräsentieren die beiden über 60 Jahre der 110-jährigen Werksgeschichte.

Mittlerweile haben sich Ruedi Moser und seine treu sorgende Gattin im Heim in Münchwilen gut eingelebt. Sie sind grundsätzlich zufrieden, wenn auch immer ein leises Heimweh nach dem vertrauten Fischingen mitschwingt. Auch hadert Ruedi Moser etwas damit, dass Marschfähigkeit, Sehvermögen und Gehör nachgelassen haben. Erhalten hat er sich aber seinen Schalk und Humor, den er in seinen anekdotischen Erzählungen immer wieder aufblitzen lässt.

Christoph Heer

redaktion@wilerzeitung.ch

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