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Pouletschenkel statt Entenbrust: Am Freitag kochte «Küchenschlacht»-Hobbykoch Mischa Sutter in Flawil

Das Publikum am «Sommer im Feld» liess sich diese Gelegenheit nicht entgehen und kam so zahlreich, dass es nicht für alle reichte.
Michael Hug
Mischa Sutter kochte am Freitag für einmal live und nicht am Fernsehen. (Bild: Michael Hug)

Mischa Sutter kochte am Freitag für einmal live und nicht am Fernsehen. (Bild: Michael Hug)

«Es hätt solangs hätt!» hiess es auf dem Programmflyer. Tatsächlich hatte es am Schluss zuwenig Hühnerschlegel. Dreissig Stück hat er eingekauft, sagte Mischa Sutter:

«Es hätte ja auch regnen können und dann hätte ich zu Hause zwei Wochen Pouletschenkel gegessen.»

Das wollte das Publikum am Freitag bei «Sommer im Feld» natürlich nicht. Also kam es ziemlich zahlreich und wartete artig vor der evangelischen Kirche auf das, was Mischa Sutter, der Flawiler «beinahe-Star-Hobbykoch» vorbereitet hatte.

Ein Hauswart und Hobbykoch

Lokalprominent ist der 43-jährige Hauswart und Hobbykoch schon eine ganze Weile. Der Fussballclub weiss es, seine Freunde wissen es, beim jährlichen Suppen-Star im «Ochsen» weiss man es, die halbe Schweiz weiss es: Mischa Sutter kocht gerne und gerne auch vor Publikum. Vor Fernsehpublikum am liebsten und er lässt sich dabei auch gerne von Sterneköchen in die Pfanne gucken.

Bei der «Küchenschlacht» im ZDF im vergangenen Frühling schlachtete – Pardon: kochte – sich der stämmige Hobbykoch bis ins Staffelhalbfinale. «Damit man soweit kommt, muss man erst mal Wochensieger werden», lacht Sutter. Wochensieger wiederum bedeutet: Vier Mal nicht der schlechteste Koch zu sein und am fünften Tag der beste.

Geprüft und getestet wird das Gekochte nicht etwa von unbedarften Fernsehleuten, sondern von gestandenen Sterneköchen. Die Juroren hat Sutter am finalen Tag mit dem von der Sendeleitung so vorgegebenen «Barbarie-Entenbrust mit Honig-Chili-Glasur an geschmortem Chicorée und Kartoffelragout» überzeugt.

«Parmesanhähnchen mit Salbei und Dinkelsamen»

Am Freitag im Feld wollte er das Publikum eigentlich mit demselben Menu bekochen: «Aber Entenbrust mag man hier in der Schweiz nicht so wirklich, da habe ich mich für Poulet entschieden.» Die Ente wurde so schliesslich ein Pouletschenkeli und männlich. «Parmesanhähnchen mit Salbei und Dinkelsamen» hiess das Menu, das Sutter in der Küche des Lindensaals vorbereitete und am mobilen Gasherd vor der Kirche fertigbrutzelte.

Speziell dabei war, dass die Schenkel ohne Knochen gebraten wurden. Sutter erklärt: «Im Gegensatz zu Pouletbrust sind die Schenkel viel saftiger. Ich habe sie sous-vide vorgekocht und jetzt brate ich sie fertig.»

Den ganzen Nachmittag lang vorbereitet

Der Laienkoch bediente sich dabei hochmodernster Kochtechnik. «Sous-vide» bedeutet, das Kochgut unter Vakuum (französisch «sous vide») niedrig à point zu garen. Durch das Vakuumieren können Saft und Aromen nicht entweichen, das Kochgut bleibt aromatisch und zart, das Gemüse behält seine Farbe. Den ganzen Nachmittag habe er für die Vorbereitungen und das Vorkochen gebraucht, sagte Mischa Sutter. Doch was ein echter Freizeitkoch ist, der opfert gerne seine Freizeit für Kochkunstexperimente.

Beglückt vom Geschick Sutters wurden dann aber leider nur 30 hungrige Flawilerinnen und Flawiler. Danach war der Gasherd aus beziehungsweise die Pfanne leer. Für die Nochhungriggebliebenen gab es aber noch «Mediterranes Kartoffel-Gemüseragout» sowie Zwetschgenstreusel mit oder ohne Schlagrahm – vegetarisch liegt ja ohnehin im Trend.

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