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Positive Rückmeldungen und Reklamationen: Die Trommeln sorgen immer noch für Wirbel

Der Präsident der Stadttambouren Wil, Colin Bellhouse, zieht Bilanz zu den 39. Ostschweizer Jungtambourenwettspielen. Die Rückmeldungen vielen positiv aus – wenn auch mit Ausnahmen.
Nicola Ryser
Der Umzug durch die Stadt kam bei den meisten Wilern gut an. (Bild: PD)

Der Umzug durch die Stadt kam bei den meisten Wilern gut an. (Bild: PD)


Es waren nicht alle erfreut von den 39. Ostschweizer Jungtambourenspiele. Auch Tage nach den Trommeln sorgte die Veranstaltung für Wirbel. Vier Reklamationen gingen beim Verein der Stadttambouren ein, einige äusserten ihren Unmut zudem via Social Media oder per Leserbrief. «Glücklicherweise handelte es sich meistens um Details», sagt Colin Bellhouse, Präsident der Stadttambouren Wil. So beschwerte sich jemand von den Teilnehmern, dass die Fahnen nicht richtig gerade nach oben gehalten wurden.

An traditionellen Anlässen dabei

Dann gab es noch Reklamationen wegen Ruhestörungen. «Das ist verständlich, darum haben wir bereits früh die Route des Umzuges und die Einspielplätze festgelegt, sodass es zu keinen Missverständnissen kommt.» Für Bellhouse erklärlich: «Wil ist eine Stadt, in welcher die Tambouren einen hohen Stellenwert haben.» Bei offiziellen Auftritten und traditionellen Anlässen wie dem Empfang von Karin Keller-Sutter, dem Stäcklitragen oder beim Empfang der Neuzuzüger stünden die Stadttambouren stets an vorderster Front. Vergangenes Wochenende war dies nicht anders.

Laut, rhythmisch und perfekt im Takt marschierend zogen die Tambourenvereine durch die Stadt. Über 300 Jugendliche nahmen an den Jungtambourenwettspielen über zwei Tage hinweg teil. Dieses Jahr war Wil der Gastgeber. Ein würdiger, wie Bellhouse betont: «Es ist alles aufgegangen. Zwar hat es einige Zeit gedauert, bis wir die Räumlichkeiten der Stadt bekamen, doch der Aufwand und die Investition dafür hat sich mehr als gelohnt.» Bellhouse war vor allem überrascht von den zahlreichen Helfern, die sich gemeldet haben. «Die Leute haben wohl erkannt, dass wir hier sehr gute Jugendarbeit leisten und viel Herzblut reinstecken.» Es ginge ja nicht um Geld oder das Gewinnen per se, «sondern um das Hobby, welches die Jugendlichen und Dirigenten ausüben».

Intensive Vorbereitung zahlte sich aus

Nebst den wenigen Negativstimmern bekam der Verein viele positive Rückmeldungen. «Die Leute zeigen sich begeistert von der Organisation, der Stimmung und den Teilnehmern.» Das der Event so optimal über die Bühne gegangen sei, habe auch mit der intensiven Vorbereitung der Jungtambouren und des Organisationskomitees zu tun. «Jeder Verein hat tausende Stunden in die Stücke investiert, das wird ein bisschen unterschätzt.» Das Ergebnis lässt sich laut Bellhouse sehen: «Das Niveau war schlichtweg gewaltig.»

Auch ist er mit dem eigenen Verein zufrieden, vor allem mit dessen Entwicklung. «Wir haben viel Nachwuchs. Zurzeit bilden wir 30 Jungtambouren aus.» Im Vergleich zu anderen Musikvereinen und -schulen geht es den Stadttambouren, die in vier Jahren ihr 100-jähriges Jubiläum zelebrieren, gut. Doch wo liegt der Grund für die Begeisterung? «Bei uns ist die Freude am Rhythmus und Zusammenspielen in der Gruppe enorm hoch. Wir üben ausser in Ausnahmefällen immer gemeinsam. Zudem können die Jungen nach der Ausbildung ohne Probleme bei den Aktiven mitmachen.»

Der Reiz an der Perfektion

Natürlich stiegen immer wieder einige aus, vor allem im Alter zwischen 14 und 16. «Da werden andere Hobbys, das Berufsleben oder die Freundin nun mal wichtiger.» Doch viele bleiben. Und der Reiz dadurch auch: «Für mich persönlich gibt es kaum etwas Schöneres, als wenn ich nach langem Training und viel Vorbereitung höre, wie jeder Schlag der 20 Tambouren stimmt. Ein besonderes Gefühl.»

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