Politische Lage machte die Rückkehr unmöglich

Seit 35 Jahren lebt Jan Janczak in Wil und ist seit 1994 Wiler Bürger. Geboren wurde er 1938 im polnischen Sroda. An der Kunstakademie in Krakau, wo er studiert hatte, wurde er mit 34 Jahren bereits zum Professor für bildende Künste ernannt.

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Seit 35 Jahren lebt Jan Janczak in Wil und ist seit 1994 Wiler Bürger. Geboren wurde er 1938 im polnischen Sroda. An der Kunstakademie in Krakau, wo er studiert hatte, wurde er mit 34 Jahren bereits zum Professor für bildende Künste ernannt. 1980 reiste Janczak mit seiner Frau Anna und der dreieinhalbjährigen Tochter Weronika nach Bremgarten AG. Grund war ein Stipendium, das er vom Kanton Aargau zugesprochen bekam. Im Rahmen dessen wurde er verpflichtet, einige Glasfenster für das Grossratsgebäude in Aarau zu gestalten.

Ursprünglich plante Janczak, wieder mit seiner Familie in die Heimat zurückzukehren. Doch in Polen waren politische Unruhen ausgebrochen. Von einem Freund wurde Jan Janczak gewarnt, es könne für ihn als ideellen Unterstützer der Solidarnosc-Bewegung gefährlich werden, wenn er zurückreise.

So liessen sich die Janczaks in der Schweiz nieder und zogen 1981 nach Wil. Die Familie war mittlerweile um ein Mitglied reicher geworden: Sohn David.

Inzwischen haben Jan Janczak und seine Frau Anna zwei Grosskinder. (uam)

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