Politiker ziehen für einmal an einem Strick

Der diesjährige Parlamentsausflug führte nach Mosnang ins Massnahmenzentrum Bitzi und zum Seilziehclub.

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Die Parlamentsmitglieder ziehen mit vereinten Kräften über alle politischen Couleurs hinweg. Bild: sk

Die Parlamentsmitglieder ziehen mit vereinten Kräften über alle politischen Couleurs hinweg. Bild: sk

Begegnungen ausserhalb des normalen Parlamentsbetriebes sowie Kontakte über die Fraktionsgrenzen hinweg – diese Ziele verfolgt der alljährliche Parlamentsausflug der Stadt Wil. In diesem Jahr lud Christa Grämiger, Parlamentspräsidentin des Amtsjahres 2016, nach Mosnang ein. 36 der 45 Parlamentarierinnen und Parlamentarier, die fünf Mitglieder des Stadtrats sowie Vertreterinnen und Vertreter der Parlamentsdienste aus der Stadtverwaltung nahmen am Ausflug ins Untere Toggenburg teil.

Erste Station war das Massnahmenzentrum Bitzi (MZB) in Mosnang. Dieses dient im Ostschweizerischen Strafvollzugskonkordat dem Vollzug von strafrechtlichen Massnahmen und für die Plazierung von Personen mit fürsorgerischer Unterbringung, die nicht in eine psychiatrische Klinik aufgenommen werden können. Direktor Claudio Vannini zeigte kurz die Geschichte des Zentrums auf, ehe er einige statistische Zahlen betreffend der Insassen und der von ihnen begangenen Delikte ausführte. Anschliessend erhielten die Politikerinnen und Politiker Einblicke in die Wohngruppen und die Werkstätten, aber auch in die Sicherheitsbereiche des Massnahmenzentrums.

Danach führte der Parlamentsausflug ins Unterdorf von Mosnang, wo die Trainingsanlage des Seilziehclubs liegt. Niklaus Länzlinger, Präsident des Seilziehclubs Mosnang, führte die Besucher aus Wil in die Geheimnisse des Seilziehsports ein – nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch: Die Parlamentsmitglieder konnten sich am Seil mit einem U19-Juniorenteam des Clubs messen, so dass es für einmal zu einem rein sportlichen, nicht zu einem politischen Seilziehen kam. (sk)