Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Pöstler liefert Mehrwert
per Knopfdruck

Marc Degen ist auf die Umsetzung innovativer digitaler Geschäftsmodelle fokussiert. In Flawil sprach der Zürcher Unternehmer darüber, wie Blockchain-Technologien im Geschäftsalltag eingesetzt werden könnten.
Christof Lampart
Marc Degen referierte auf Einladung der Handesl- und Industrievereinigung Flawil im "Rössli". (Bild: Christof Lampart)

Marc Degen referierte auf Einladung der Handesl- und Industrievereinigung Flawil im "Rössli". (Bild: Christof Lampart)

Marc Degen ist Gründer und Verwaltungsrat der Firma modum.io AG in Zürich – und stolz darauf, dass durch einen von seinem Unternehmen entwickelter Sensor die Schweizer Post ab diesem Herbst «massive Effizienzgewinne in der Paketlogistik erzielt». Wie hoch diese genauso sein könnten, vermochte oder wollte er beim Mittags-Impuls-Apéro der Handels- und Industrievereinigung Flawil am Donnerstag zwar nicht sagen, doch geht Degen davon aus, dass «da einiges drin liegt».

Zwar habe in den vergangenen ein bis zwei Jahren ein übertriebener Hype bezüglich Blockchain-Lösungen vorgeherrscht, doch könne tatsächlich der Nutzen für den einzelnen Unternehmer beträchtlich sein. Im Falle des Post-Deals der modum.io AG habe man die gesamte Lieferkette für den Kunden transparenter gemacht. Durch den Sensor könne jeder Schritt des Paketversands nachverfolgt werden – auch wann und wo es zu einem Stossschaden gekommen sei. Diese lückenlose Überwachung sei aber nicht in erster Linie deshalb wertvoll, weil man dadurch den etwaigen Schadensverursacher feststellen kann, sondern weil Firmen stets wissen, wo ihr Päckchen abgeblieben ist, sagte Marc Degen.

Schweizer sind zu gutgläubig

Komme hinzu, dass der regulatorische Druck in vielen Branchen wie Nahrungsmittel, Pharmazie, Flugzeugbau etc. immer grösser werde. Wer heute etwas verschicke, stehe unter dem Druck, nachweisen zu müssen, dass beim Versand nichts passiert sei und auch bei der ganzen Fertigung alle Vorschriften eingehalten worden seien. Die Vorteile einer Blockchain-Lösung für die Lieferkette seien, so Marc Degen, mannigfach: So könnten Betrug und Fehler reduziert oder beseitigt werden, das Bestandsmanagement verbessert, die Kurierkosten reduziert, die Verzögerungen durch Dokumentationen verringert, Probleme schneller erkannt und das Vertrauen von Verbrauchern und Partnern gesteigert werden. Gerade bei Letzterem seien viele Schweizer zu gutgläubig.

«In der Schweiz vertrauen wir allen: den Banken, den Behörden, der Politik. Schauen Sie sich aber mal international um: In Syrien oder in Venezuela ist dieses Vertrauen gleich null.»

Den Kunden einen Mehrwert bieten

Dementsprechend sichere man sich am besten so ab, im Versand möglichst viele Schritte miteinander zu vereinen. «Die Frage, die sich viele stellen, lautet: Wie kann ich eine digitale Technologie so umsetzen, dass ich Information und Werte zeitgleich digital verschieben kann», sagte Degen. Apropos «verschieben»: Geht es nach dem Zürcher Unternehmer, so soll das Paketgeschäft auch in Zukunft für seine Firma profitabel sein. «Wir waren die ersten, welche NFC, Bluetooth und Mobilapps in einer Supply Chain Measurement implementiert haben. Wir sorgen dafür, dass sich der Logistikkunde nicht mehr ums Auslesen der Sendung kümmern muss – das übernimmt der Pöstler per Knopfdruck. Somit kann die Post ihren Kunden einen Mehrwert anbieten, den andere nicht anbieten können.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.