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Plötzlich Millionär

Diesen Samstag gilt es ernst: Die Theatergruppe Henau lädt nach einer dreimonatigen Vorbereitungszeit zur Premiere des Dreiakter-Lustspiels «Verruckts Geld» in den Uzwiler Gemeindesaal.
Kathrin Meier-Gross
Feinschliff – Regisseurin Bettina Schneider Weder erklärt, wie sie sich bestimmte Szenen vorstellt. (Bilder: Kathrin Meier-Gross)

Feinschliff – Regisseurin Bettina Schneider Weder erklärt, wie sie sich bestimmte Szenen vorstellt. (Bilder: Kathrin Meier-Gross)

Sie spielen, als ob sie wahrhaftig die Persönlichkeiten wären, die sie in der letzten Probewoche jeden Abend auf der Bühne des Gemeindesaals verkörpern. Konzentriert, mit Leidenschaft und dem Anspruch an sich selber, dass am Samstag jedes Detail stimmen muss. Vom Text über die Kleidung bis zu den Accessoires auf der Bühne.

«Funny Money» heisst der Originaltitel von Ray Cooney, den Rico Spring in der Dialektfassung mit «Verruckts Geld» übersetzt hat. Bettina Schneider Weder, schulische Heilpädagogin mit Regieerfahrung bei diversen Theaterprojekten, beurteilt das Lustspiel als herausfordernd, weil es vorwiegend vom Dialog lebt und zügig gesprochen wird. «Jeder Satz und jeder Punkt muss stimmen», sagt die Regisseurin.

Unerwartet zu Geld gekommen

Im August beginnt das Team jeweils mit der Arbeit. Dann wird in der Henauer Theaterschür die Kulisse aufgebaut. Dann sehen Urs Zwinggi und Gaudenz Bergamin, welche baulichen Veränderungen für den Gemeindesaal vorgenommen werden müssen.

Diese Woche nun befinden sich die aktiven Mitglieder der Theatergruppe Henau sozusagen im Endspurt. Aufmerksam beobachtet von Bettina Schneider Weder verkörpern sie Persönlichkeiten, die durch ein unerwartetes Ereignis aus dem gewohnten Gleis geworfen werden. Der Grund ist eine Aktentasche mit zwei Millionen Franken, die im überfüllten Bus versehentlich vertauscht wurde und die Heinz Binder (Bruno Gasser) und seine Gattin Jeanette (Ursula Schneider) zu Hause fassungslos bestaunen. Heimlich und unerwartet in den Besitz von viel Geld gekommen – ja, da werden auch im bravsten Manne kriminelle Energien wach. Die übrigen Mitspieler Anita Schöbi, Marcel Hollenstein, Jacqueline Fürer-Schöbi, Tanja Fässler, Eric Schneider und Gust Roos sorgen für weitere turbulente Zwischenfälle. Eine wichtige, aber unsichtbare Rolle spielt seit vielen Jahren Elvira Livers. Sie sorgt dafür, dass bei einem allfälligen Blackout der Text eingeflüstert wird. «Als Souffleuse lernt man viel. Das ist eine gute Basis, wenn man selber mit Theaterspielen beginnen möchte. Man muss genau beobachten, darf nicht zu früh eingreifen und bleibt geistig fit», sagt die in Kreuzlingen wohnhafte Dame, die sich bei der Theatergruppe Henau gut aufgehoben fühlt.

Dritte Generation im Snugly

Während der kurzen Pausen bringt Bettina Schneider Weder aufbauend Änderungshinweise ein. Ihr sechsmonatiges Töchterchen Ava strahlt die Theatercrew an. Ob sie dereinst die dritte Generation der Familie Schneider in der Theatergruppe Henau werden wird? Dass sie sich dort pudelwohl fühlt, ist daran zu erkennen, dass sie bald darauf in der Babytrage eingeschlafen ist. Auch auf der Bühne ist die Stimmung fröhlich. Die Regisseurin lobt und bringt den letzten Feinschliff an. Die Aufführungen finden am 29. und 31. Oktober sowie am 4. und 5. November um 20 Uhr statt. Für Rentner und Jugendliche gibt es am 29. Oktober um 14 Uhr eine Vorstellung.

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