PLAYOFFS
Volley Toggenburg verliert auch Spiel zwei, gewinnt aber überraschend einen Satz

Mit grosser Wahrscheinlichkeit scheiden die Wattwiler NLA-Volleyballerinnen wie erwartet im Viertelfinal aus. In der Best-Of-Five-Serie gegen Sm'Aesch Pfeffingen ging auch die zweite Partie verloren - allerdings weniger deutlich als erwartet.

Drucken
Teilen
Wattwils Zuspielerin Rudy Renko-Ilic spielte eine starke Partie und verteilte die Bälle geschickt.

Wattwils Zuspielerin Rudy Renko-Ilic spielte eine starke Partie und verteilte die Bälle geschickt.

Bild: PD

Satzgewinn fast wie Sieg gefeiert Im NLA-Volleyball verlieren die Frauen von Volley Toggenburg das zweite Playoff-Spiel gegen Sm’Aesch mit 1:3. Sieben Tage zuvor hatte Sm’Aesch-Pfeffingen das erste Playoff-Spiel der Best-of-Five-Serie gegen Volley Toggenburg klar mit 3:0 für sich entschieden. Seither ist jedoch viel geschehen und die Baslerinnen sind im Cup überraschend an Kanti Schaffhausen gescheitert.

Im Spiel zwei begannen die Baslerinnen stark. Vor allem die Blockarbeit wusste bei den Gästen zu überzeugen. Die Gäste zogen schnell auf 11:6 davon. Dies bewog Trainer Erni zu einem Time-out, welches seine Wirkung nicht verfehlen sollte. Die nächsten drei Punkte verbuchten die Wattwilerinnen. Doch die Gäste blieben spielbestimmend und konnten den ersten Satz mit 25:15 gewinnen.

Das Spiel wird intensiver

Der Beginn des zweiten Umgangs war auf beiden Seiten von Fehlern geprägt. Während bei den Wattwilerinnen der Angriff nicht wie gewünscht funktionierte, war bei den Baslerinnen der Service ein Knackpunkt. Beim Stand von 8:6 für Aesch sorgte Passeuse Rudy Renko-Ilic mit zwei starken Services in Folge für so etwas wie einen Weckruf in der Rietsteinhalle. Beim Stand von 10:9 übernahmen die Wattwilerinnen dank einem starken Block von Martina Koch die Führung. Aesch war nun verunsichert. Jasmin Kuch durch die Mitte und ein wuchtiger Angriff von Maciagowski sorgten für eine 14:11-Führung. Andi Vollmer von Sm’Aesch reagierte und wechselte die Passeuse, um seiner Offensive neuen Schwung zu verleihen. In der Tat glichen die Gäste das Spiel zum 15:15 aus.

Die Partie wurde nun intensiver. Wieder zog Toggenburg dank aggressiver Services von Rudy Renko-Ilic und der immer stärker werdenden Aussenangreiferin Annouk Erni auf 19:16 davon. Doch die Baslerinnen blieben dran und glichen zum 19:19 aus. Erneut zeigte sich Aesch fehleranfällig und geriet mit 21:24 in Rücklage. Nochmals stemmten sich die Baslerinnen gegen den Satzverlust, doch ein erneuter Fehler bei Aesch sorgte für einen Jubelausbruch in der Rietsteinhalle. Die Wattwilerinnen holten sich den zweiten Umgang mit 25:23.

Der Favorit erholt sich vom Rückschlag

Die Baslerinnen schienen sich vom verlorenen Satz nicht gross beeindrucken zu lassen und zogen zu Beginn des dritten Satzes gleich zum 8:3 davon. Doch nun entwickelte sich ein richtiger Schlagabtausch. Ein ums andere Mal zeigten Kuch, Maciagowski und Erni überzeugende Angriffe. Auch der viel gescholtene Block zeigte eine starke Leistung und stellte Aesch vor echte Probleme. Beim zweiten Time-out – es stand 10:16 – waren bereits 65 Minuten verstrichen. So viel Zeit brauchten Baslerinnen in den vergangenen Spielen, um die Wattwilerinnen zu bezwingen. Doch dieses Mal mühte sich der Favorit langsam von Punkt zu Punkt. Obschon der dritte Satz mit 25:18 an die Gäste ging, waren sie von der Gegenwehr des Underdogs sichtlich überrascht.

Am Donnerstag droht das Ende der Serie

Auch der vierte Satz war eine enge Kiste. Die Wattwilerinnen legten einen Blitzstart hin und gingen 7:3 in Führung. Doch das intensive Spiel hatte Kraft gekostet und forderte nun langsam seinen Tribut. Die Gäste drehten den Satz und vermochten zum 16:12 davonzuziehen. Schliesslich machte die Erfahrung und die stärker besetzte Auswechselbank der Gäste den Unterschied, sodass Sm’Aesch-Pfeffingen den vierten Satz für sich entscheiden konnte. Wie zu erwarten war, führt der haushohe Favorit nach zwei Partien in der Serie nun mit 2:0.

Auch wenn Sm’Aesch-Pfeffingen für einen Titelkandidaten viele Fehler produzierte, beeindruckte die Leistung von Volley Toggenburg. Es ist unwahrscheinlich, dass die Wattwilerinnen beim nächsten Spiel am Donnerstag als Sieger vom Platz gehen werden, womit die erste Playoff-Serie der Vereinsgeschichte dann beendet sein dürfte. Dass es dem Underdog jedoch gelungen ist, den Titelfavoriten über drei Sätze intensiv zu fordern und einen Satz abzunehmen, darf als Überraschung gewertet werden. (pd/red)