«Playoff-Qualifikation» erreicht

Der EHC Uzwil sicherte sich mit einem diskussionslosen 5:2-Sieg über den EHC Frauenfeld die Qualifikation für die Playoffs. Damit haben die Uzwiler ihr Anfang Saison mutig festgelegtes Saisonziel erreicht.

Dominik Moser
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Adrian Stoob (blau/gelb) hatte massgeblichen Anteil am Erfolg der Uzwiler gegen Frauenfeld. (Bild: dom.)

Adrian Stoob (blau/gelb) hatte massgeblichen Anteil am Erfolg der Uzwiler gegen Frauenfeld. (Bild: dom.)

Eishockey. Das Startdrittel verlief für das Heimteam nicht nach Wunsch. Nach 20 Minuten lagen die Uzwiler mit 0:1 zurück. Schlumpf konnte sich in der elften Minute nach schönem Zuspiel von Bucher als Torschütze feiern lassen. Dabei hätten die Uzwiler bereits zur ersten Pause in Führung liegen können, ja sogar müssen. Denn Barts scheiterte in der neunten Minute nach einem herrlichen Steilpass von Frick am Frauenfelder Schlussmann Schläpfer, und Stoob verfehlte vor Drittelsende das leere Tor.

Wende im Mitteldrittel

Genau dieser Stoob machte es nach der Pause aber besser und erzielte in der 21. Minute den Ausgleichstreffer. Stoob blieb auch in der Folge an allen entscheidenden Situationen beteiligt. Beim 2:1 durch Rüfenacht steuerte er einen Assist bei und das 3:1 erzielte er gleich wieder selbst. In Unterzahl entwischte er der Frauenfelder Hintermannschaft und schloss in Manier eines eiskalten Vollstreckers ab. Das Spiel war zugunsten von Uzwil gekippt. Die Zuschauer in der Uzehalle spürten, dass die Mannschaft von Roger Bader den Sieg um jeden Preis wollte. Jeder ging für jeden. Es wurde gekämpft, sich erfolgreich in die gegnerischen Schüsse gelegt, und bei jeder Gelegenheit vehement Zug aufs gegnerische Tor gesucht. Und wenn's läuft, dann läuft's eben. Dies musste sich wohl auch Ammann gesagt haben, als er in der 39. Minute aus schier unmöglichem Winkel zum 4:1 traf.

Starker Gallmann

Im dritten Drittel brauchte es dann noch einen starken Gallmann im Tor und etwas Glück bei einem Lattenschuss von Frauenfeld, damit das Spiel nicht nochmals auf die andere Seite kippte. Der wieder erstarkte Gallmann verhinderte im Schlussdrittel mit einigen ganz starken Paraden lange Zeit den zweiten Gäste-Treffer. Erst in der 58. Minute musste er sich von Schlumpf erneut bezwingen lassen. Doch Barts besiegelte acht Sekunden vor Schluss mit dem Treffer ins leere Tor den Uzwiler Sieg.

Uzwils Trainer Roger Bader zeigte sich nach dem Spiel erleichtert, mahnte jedoch zugleich vor überschwänglicher Freude: «Wir dürfen und sollen diesen Moment geniessen. Doch wichtig ist es, dass wir den Fokus danach wieder aufs letzte Quali-Spiel richten.»

Der «Quali-Sieg» muss her

Die Uzwiler treffen zum Schluss der Quali-Masterrunde am kommenden Samstag zu Hause auf den HC Ceresio. Mit einem Sieg wollen sie sich den Gruppensieg sichern. Somit würde in den Playoffs nicht der Erstplatzierte, sondern «nur» der Zweitplatzierte der oberen Masterrunde auf die Untertoggenburger warten.

Uzwil – Frauenfeld 5:2 (0:1, 4:0, 1:1) Uzehalle – 392 Zuschauer – Sr. Schenk (Ehmke, Langer) Tore: 11. Schlumpf (Bucher) 0:1; 21. Stoob (Frick, Barts) 1:1; 25. Rüfenacht (Tanner, Stoob/ Ausschluss Bucher) 2:1; 35. Stoob (Auschluss Brasser!) 3:1; 39. Ammann (Stoob/Ausschluss Hohl) 4:1; 58. Schlumpf (Beltrame, Bucher/ Ausschluss Lipp) 4:2; 60. Barts (Aerni/ ins leere Tor) 5:2. Strafen: 6-mal 2 Min. gegen Uzwil; 5-mal 2 Min. gegen Frauenfeld. Uzwil: Gallmann; Lipp, Frick; Rüfenacht, Bischof; Klopfer, Steiner; Sturzenegger; Krüsi, Barts, Aerni; Stoob, Ammann, Scherrer; Brasser, Homberger, Tanner; Breitenmoser, Locher, Frei. Frauenfeld: Schläpfer; Lieber, Schlumpf; Nussbaum, Oberholzer, Hohl, Kaiser; Schwarz; Schoop, Bucher, Pötzi; Tröndle, Pargätzi, Schwyn; Basarte, Beltrame, Stalder; Bischoff, Aeschimann, Meister. Bemerkungen: Frauenfeld ohne Jost und Korsch (beide verletzt); 34:21 Time-out Frauenfeld; 42. Lattenschuss Frauenfeld.

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