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Platz an den Schulen wird knapp: Schulpavillon als Übergangslösung soll bald im Parlament beraten werden

Die Stadt plant zur Lösung des Schulraumproblems den Bau eines Pavillons auf dem Langacker-Areal beim Lindenhofschulhaus. Demnächst soll das Stadtparlament darüber befinden. Doch es regt sich bereits Widerstand.
Gianni Amstutz
Steigende Schülerzahlen beim Primarschulhaus Lindenhof machen eine Übergangslösung nötig. (Bild: PD)

Steigende Schülerzahlen beim Primarschulhaus Lindenhof machen eine Übergangslösung nötig. (Bild: PD)

Am Montag hat die Schule wieder begonnen. Für viele Kinder war es der erste Schultag in ihrem Leben. Auch im Schulhaus Lindenhof lernen seit Wochenbeginn einige Erstklässler das Einmaleins und Alphabet. Dort herrscht jedoch seit einiger Zeit Platzmangel. Die Schülerzahlen übersteigen die Kapazität der Primarschule – und Besserung ist nicht in Sicht. Im Gegenteil: Prognosen, die im Rahmen des Projekts Schule 2020 erstellt wurden, deuten in den kommenden Jahren auf einen weiteren Anstieg hin. Diese Prognosen wurden auf Basis von Klassen- und Geburtenstatistiken sowie der Wohnbautätigkeit im Gemeindegebiet und im Einzugsgebiet der Schulen erstellt. Bei einigen Schulhäusern wird ein besonders starker Anstieg erwartet. Unter anderem auch beim Schulhaus Lindenhof. «Ein zusätzlicher, erheblicher Bedarf an Schulraum aufgrund der demografischen Entwicklung und der Wohnbautätigkeit ist deutlich ausgewiesen und statistisch untermauert», heisst es denn auch im Fazit des Berichts.

Pavillon als Übergangslösung

Die Stadt hat deshalb reagiert und im Januar den Bau eines Schulpavillons ausgeschrieben. Dieser soll auf dem Areal Langacker, östlich des Regionalen Leistungszentrums Ostschweiz, entstehen. Damit könne die Stadt ohne lange Vorlaufzeit auf den sich abzeichnenden Platzmangel am Primarschulstandort Lindenhof reagieren. Da der Pavillon aus modularen Einheiten bestehe, könne er zudem bei Bedarf später auch an anderen Standorten zum Einsatz kommen, liess die Stadt verlauten. Im April sollte der Vergabeentscheid im Stadtrat gefällt werden, im Sommer Bericht und Antrag ins Stadtparlament kommen. Nun verzögert sich der Zeitplan. Die Arbeiten seien aber weit fortgeschritten, sodass der Bericht nächstens im Stadtrat und darauf im Stadtparlament diskutiert werden könne, sagt Philipp Gemperle, Leiter Kommunikation.

Die leichte Verzögerung stelle für die Schulraumsituation jedoch kein Problem dar. Dies hat zwei Gründe. Einerseits könne der Schulpavillon, sobald er denn die politischen Hürden genommen hat, sehr schnell gebaut werden. Gemperle schätzt, dass er bereits Ende 2019 erstellt sein könnte. Anderseits hat die Stadt bereits jetzt eine Übergangslösung für einzelne Schulklassen der Primarschule Lindenhof gefunden. Sie werden in Räumen des Zeughausareals beschult. Auch ein Mittagstisch findet dort statt.

CVP will alternative Lösungen prüfen

Doch bereits jetzt regt sich Widerstand gegen die Pläne des Stadtrats. CVP-Stadtparlamentarierin Christine Hasler hinterfragt den Sinn des geplanten Pavillons auf dem «Langacker». Da das Lindenhofschulhaus saniert werden muss, brauche es für die Bauphase ohnehin ein Provisorium in Form einer Containeranlage für den Schulunterricht. Christine Hasler bezweifelt deshalb, ob es sinnvoll ist, auf dem Langacker-Areal einen Pavillon zu bauen.

Obschon die Stadt davon spricht, einen Pavillon aus modularen Einheiten zu errichten, der bei Bedarf verlegt werden könnte, müsse der Standort «weitsichtig und kritisch hinterfragt werden». Denn Verlegungen und Provisorien seien mit nicht zu unterschätzenden Aufwendungen verbunden. Daraus lasse sich ableiten, dass Verlegungen nicht allzu schnell und häufig geschehen würden und daher eher unerwünschte «Providurien» entstünden, gibt sie zu bedenken.

Christine Hasler hat deshalb ein Postulat eingereicht, mit dem sie vom Stadtrat fordert, andere Varianten abzuklären. Ihr schwebt dabei vor, das Zeughausareal als Standort für ein «Providurium» zu prüfen. Bereits jetzt würden dort Kinder beschult. «In Kombination mit einer Containeranlage könnten die Kosten einer provisorischen Schuleinheit minimiert werden», sagt sie.

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