Planer und Querdenker

Die Mitglieder des Gewerbevereins Oberuzwil waren an der Neujahrsbegrüssung bei «Einfall7» zu Gast. Das Unternehmen, von jungen Fachleuten vor drei Jahren gegründet, hat sich auf Innenarchitektur und Design spezialisiert.

Philipp Stutz
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Samuel Huber (Bildmitte) stellt den Gewerblern das Team von «Einfall 7» vor. (Bilder Philipp Stutz)

Samuel Huber (Bildmitte) stellt den Gewerblern das Team von «Einfall 7» vor. (Bilder Philipp Stutz)

OBERUZWIL. Kundenwünsche in Bezug auf Innenarchitektur und Design bilden die Stärken des jungen, innovativen Unternehmens, das von Samuel Huber, Ralf Huber und Silvan Derungs im Jahr 2011 gegründet worden ist. «Wir sind Planer, Handwerker, Querdenker, Designer und Zeichner mit Erfahrung und Ideen», beschreibt das Team sein Credo. Das Wissen basiere auf der Ausbildung als Schreiner und Metallbauer, und dies in Zusammenhang mit Weiterbildungen als Produktedesigner und Innenarchitekt.

«Niemals Nein sagen»

Zur Infrastruktur im Gebäude an der Bahnhofstrasse in Oberuzwil zählen eine Schlosserei, eine Schreinerei und ein Planungsbüro. Das ermöglicht es dem Team, von Visualisierungen über Werkpläne bis hin zu Ausführungsplänen und Möbelproduktionen alles selbst anzufertigen. Ebenso werden verschiedene Schlosser- und Schreinerarbeiten ausgeführt. «Niemals Nein sagen und jede Idee umsetzen» lautet das Motto des Unternehmens. Und so durfte «Einfall7» bereits einen Auftrag des Automobilherstellers VW entgegennehmen sowie eine schottische Burg fürs Military Tattoo in St. Gallen nachbauen.

Typischer KMU-Betrieb

«Unsere Gastgeber sind eines der typischen KMU-Betriebe, die das Fundament unserer Wirtschaft bilden», sagte Ernst Dobler, Präsident des Gewerbevereins Oberuzwil. Dass die Neujahrsbegrüssung immer in einem der Mitgliederbetriebe stattfindet, hat Tradition. Auch diesmal war das Interesse gross. Viele Gewerblerinnen und Gewerbler nutzten die Gelegenheit zum Gedankenaustausch.

Es bestehe kein Grund zum Jammern, blickte Ernst Dobler auf das vergangene Jahr zurück: «Die Arbeitslosigkeit ist tief geblieben, und die öffentlichen Haushalte sind – zumindest im Kanton St. Gallen – wieder auf Kurs gebracht worden.» Natürlich habe es, verursacht durch Globalisierung und technischen Fortschritt, neben Gewinnern auch Verlierer gegeben. Und so seien ganze Industrie- und Gewerbezweige verschwunden.

«Die Energiewende wird sicher eine Rosskur für die Wirtschaft werden», prophezeite Dobler. Bei der Zersiedelung verhalte es sich ähnlich. «Hinter der Bauindustrie stehen Menschen, die zum Teil unter harten Bedingungen ihren Lebensunterhalt verdienen.» Wenn jetzt eine Beschränkung komme, sei dies mit einer Reduktion von Arbeitsplätzen verbunden. Für das laufende Jahr rechnen Führer grosser Schweizer Firmen, dass die Wirtschaft weiter floriert. Dobler wünschte sich, dass diese Prognosen eintreffen «und dass wir auch im nichtwirtschaftlichen Bereich Glück haben, gesund bleiben und zufrieden sind».

Ein Raclette, im Freien zubereitet, war als Mahlzeit bei den abendlichen Minustemperaturen hochwillkommen.

Ein Raclette, im Freien zubereitet, war als Mahlzeit bei den abendlichen Minustemperaturen hochwillkommen.

Ernst Dobler: «Wenn wir in den vergangenen Jahrzehnten Grund zum Jammern gehabt haben, dann geschah dies meist auf hohem Niveau.»

Ernst Dobler: «Wenn wir in den vergangenen Jahrzehnten Grund zum Jammern gehabt haben, dann geschah dies meist auf hohem Niveau.»