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Pilze töten Eschen und Ulmen

An der Thur bei Niederuzwil mussten vergangenes Jahr zahlreiche Eschen gefällt werden. Zum Schutz der Fussgänger sind nun weitere solche Massnahmen nötig. Betroffen sind vor allem Eschen, aber auch Ulmen.
Philipp Stutz

Die Landschaft an der Thur ist ein beliebtes Naherholungsgebiet. Der Weg vom Sonnentalersteg in Richtung Glattmündung auf der südlichen Seite des Flusses ist denn auch stark frequentiert: Fussgänger, Biker, Reiter sind hier oft unterwegs. Doch im angrenzenden Wald direkt entlang der Thur zeigen sich Schäden. Zahlreiche Bäume sind am Absterben. Sie sind von Krankheiten befallen. Und bilden eine Gefahr für Passanten, weil die Sicherheit wegen allfällig herabfallender spröder Äste nicht mehr gewährleistet ist.

300 Eschen mussten gefällt werden

«Wir werden nicht umhinkommen, den Wald auszulichten», sagt Revierförster Bruno Cozzio. Zumal auch eine Strom-Freileitung der St. Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke (SAK) dem Wanderweg entlang führt. Der Revierförster rechnet mit einem Holzschlag von schätzungsweise 500 Kubikmetern. Man werde nun Gespräche mit den Waldbesitzern, der Gemeinde Uzwil und den SAK führen und das weitere Vorgehen besprechen. Ist doch das Ganze mit erheblichen Kosten verbunden. Von Krankheit befallen sind in erster Linie Eschen, die umzustürzen drohen. Das hat vor einem Jahr dazu geführt, dass an der Strecke vom Buchental entlang der Glatt bis hinunter zur Thur rund 300 Bäume gefällt werden mussten.

Schäden im fünfstelligen Frankenbereich

Für den Waldeigentümer war grosser Schaden entstanden, der sich frankenmässig im fünfstelligen Bereich bewegte. Nun zeigt sich der Wald stark verjüngt. Neupflanzungen wurden vorgenommen. Und die vielen vormals lichten Stellen sind wieder von Grün bedeckt. «Die Esche wird uns in den nächsten Jahren noch stark beschäftigen und das Wald- und Landschaftsbild verändern», hat Revierförster Bernhard Herbert bei den Fällarbeiten vor einem Jahr prophezeit.

Die Esche ist die drittwichtigste Laubbaumart und vorwiegend an feuchten Standorten oder Bachläufen vorzufinden. Grund für das Baumsterben bildet die Eschenwelke, die vermutlich mit Pflanzenmaterial in die Schweiz eingeschleppt worden ist. Die Pilzkrankheit hat sich inzwischen in allen Regionen der Schweiz ausgebreitet. Bis heute sind keine wirkungsvollen Massnahmen gegen das sogenannte Eschentriebsterben bekannt – die Existenz dieser wertvollen Bäume ist bedroht, obwohl einige gegen den Pilzbefall resistent sind.

Bedingungen für Bäume verbessern

Aber auch Ulmen zeigen Schäden. Grund dafür ist ein Käfer, der vor Jahrzehnten aus den USA in die Schweiz eingeschleppt worden ist. Er trägt Pilzsporen auf sich, die sich zügig im Baum vermehren. «Noch kennen wir kein Mittel dagegen, es fehlen die natürlichen Feinde», sagt Bruno Cozzio und fügt hinzu: «Wir wollen bewusst keine Fungizide einsetzen.» Vielmehr gehe es nun darum, die Bedingungen für die Bäume zu verbessern, damit sich Ulmen regenerieren können.

Die Ulmen unter den Laubbäumen weit weniger verbreitet als die Eschen und machen in der Region nur etwa ein Prozent des Bestandes aus. Der Baum gehöre aber zum festen Bestand und verjünge sich nach wie vor, sagt Bruno Cozzio. Die Ulme fühle sich im feuchten Klima in unserer Region wohl. «Ihr Holz ist beliebt und erzielt bei Submissionen Höchstpreise», betont der Revierförster. Das Holz wird denn auch gerne in der Möbelproduktion verwendet.

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