Photovoltaik ist am gefragtesten

Wil leistet einen Beitrag an die Energiewende: Durch einen mit jährlich 400 000 Franken dotierten Fonds unterstützt die Stadt das Energiesparen und den Umstieg auf erneuerbare Energie. Über 100 000 Franken sind bereits gesprochen.

Philipp Haag
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WIL. Es war ein Gebot der Stunde, als das Stadtparlament von Wil Ende Januar beschloss, einen Energiefonds zu äufnen. Durch Förderbeiträge werden das Energiesparen, das Verbessern der Energieeffizienz von Gebäuden und die vermehrte Nutzung erneuerbarer Energien gefördert. Seit April sind der Energiefonds respektive das entsprechende Reglement in Kraft. Das Fazit der ersten Monate fällt positiv aus. «Das Interesse für die Fördermassnahmen ist gross. Zahlreiche Personen haben sich nach Fördermöglichkeiten erkundigt», heisst es von Seiten der Verwaltung. In Zahlen ausgedrückt: Seit April sind 33 Gesuche von Liegenschaftenbesitzern bei der Stadt eingegangen. Anfragen von Firmen gab es bis dato noch keine.

Zugesichert wurden Förderbeiträge von knapp 110 000 Franken. Den grössten Anteil bei den Anträgen machten diejenigen für Photovoltaikanlagen aus, nämlich elf. Die gesprochene Summe beträgt knapp 63 000 Franken, gefolgt von der energetischen Erneuerung der Gebäudehülle mit 24 000 Franken (Gesuche: vier). Da die Beiträge aber erst nach Fertigstellung der Projekte ausbezahlt werden, fällt die bis anhin effektiv ausbezahlte Gesamtsumme tiefer aus: Bis Ende Juli rund 12 000 Franken. Sämtliche Gesuche für Förderprojekte (siehe Kasten) müssen vor Baubeginn eingereicht und zugesichert werden. Spätere Anfragen können nicht mehr genehmigt werden.

Bei Bau/Umwelt angegliedert

Angegliedert ist der Energiefond beim Department für Bau, Umwelt und Verkehr. Geprüft werden die Gesuche von der Anlaufstelle Energieberatung. Der Leiter hat die Kompetenz, Beträge bis 5000 Franken zu sprechen. Über grössere Summen entscheidet der Departementssekretär (bis 10 000 Franken) und der Departementsvorsteher (bis 25 000 Franken). Darüber hinaus ist der Stadtrat zuständig. Der Energiefonds ist mit jährlich 400 000 Franken dotiert, wobei 200 000 Franken die Stadt beiträgt und die andere Hälfte von den Technischen Betrieben Wil stammt. Unterstützt werden aus dem Energiefonds auch die Förderung der Energieproduktion aus erneuerbaren Energiequellen sowie die Förderung von Gebäuden mit Vorbildcharakter. Anpassungen am Energiefonds sind frühestens per Januar 2015 möglich, wenn gesicherte Kennzahlen über die Dauer eines kompletten Jahres vorliegen.

Energieberatung der Stadt

Sämtliche Fördermassnahmen sind mit Massnahmenblättern und Gesuchsformularen auf der Website von Wil aufgeschaltet. Ausserdem bietet die Stadt, die das Label Energiestadt trägt, eine Energieberatung an.

www.stadtwil.ch/energieberatung