Pferdesportzentrum rückt näher

In Sirnach soll direkt neben der Autobahn A1 auf einem über 3,2 Hektaren grossen Gebiet ein Pferdesportzentrum errichtet werden. Derzeit prüfen die kantonalen Ämter das Baugesuch von Primus und Ruth Schlegel.

Simon Dudle
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SIRNACH. Schon seit dem Jahr 2007 ist in Sirnach im Gebiet Erlimatt nahe der Autobahn und der Ortsgrenze zu Münchwilen von einem neuen Pferdesportzentrum die Rede. Der Weg dorthin ist allerdings steinig.

In besagtem Jahr wurde eine Bauanfrage des damaligen Grundstück-Eigentümers vom Sirnacher Gemeinderat abgelehnt. Grund: Im Folgejahr wurde der Richtplan «Siedlung und Landschaft» erarbeitet und dabei das Gebiet Erlimatt als künftiges Baugebiet für Pferdesport in den Richtplan aufgenommen, Gestaltungsplan-Pflicht inklusive.

Keine Opposition

Zwei Jahre später war die Thematik wieder aktuell, und zwar an einer Urnenabstimmung. Der Souverän hatte über vier Teil-Zonenplanänderungen gleichzeitig zu befinden. Drei davon wurden – ohne grössere Diskussionen – gutgeheissen, unter ihnen war auch Erlimatt. Der Kanton Thurgau gab im März 2010 seine Einwilligung.

Seit der Zonenplanänderung von 2009 ist jenes Gebiet nicht mehr Landwirtschaftszone, sondern eine Zone für Freizeitgestaltung. In dieser sind gemäss Baureglement Sport-, Freizeit- und Erholungsanlagen sowie Tierhaltung möglich. «Es ist eine Halle für Pferdesport-Aktivitäten geplant», sagt Gemeindeammann Kurt Baumann. Nicht das gesamte Gebiet soll aber überbaut werden. 40 Prozent der Fläche bleiben in der Landwirtschaftszone und werden wie bisher als Weideflächen genutzt. Der Rest der Zone wird unterteilt in eine Zone für Bauten und Anlagen und eine «nur» für Anlagen. Somit musste nur rund ein Viertel der Fläche als Bauzone ausgeschieden werden.

Seit Mai dieses Jahres gehört das Grundstück Ruth und Primus Schlegel, wohnhaft in Rossrüti. Doch was wollen sie genau bauen? «Da es sich um ein privates Bauvorhaben handelt, möchten wir noch keine Details bekanntgeben, bevor die Baubewilligung erteilt ist», sagt Primus Schlegel. Auch bei der Gemeinde gibt es derzeit «aus formellen Gründen» keine konkreten Informationen, da die öffentliche Planauflage abgelaufen ist.

«Rasch umsetzen»

Derzeit liegt der Ball bei den kantonalen Ämtern, welche die Baueingabe prüfen. Geben diese grünes Licht, dann ist es danach an der Gemeinde Sirnach, die Baubewilligung zu erteilen. «Da gegen das Vorhaben während der öffentlichen Planauflage keine Einsprachen eingegangen sind, sind wir zuversichtlich, dass die Gemeinde die Baubewilligung erteilen kann, sobald die Stellungnahmen der kantonalen Ämter vorliegen. Das Projekt soll danach sehr rasch umgesetzt werden», sagt Primus Schlegel.