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PFERDESPORT: Das letzte Turnier des Jahres

Im Gillhof Ryterland in Henau findet zwischen Weihnachten und Neujahr das traditionelle Hallenspringen statt. Gastgeber sind die Anlagenbesitzer Mathias Schibli und Bruno Fuchs.
Urs Nobel
Bruno Fuchs mit seinem Hannoveraner-Wallach Adomos. (Bild: PD)

Bruno Fuchs mit seinem Hannoveraner-Wallach Adomos. (Bild: PD)

Urs Nobel

urs.nobel@wilerzeitung.ch

Wenn Mathias Schibli und Bruno Fuchs im Gillhof Ryterland in Henau zum Hallenspringen einladen, kommen alle. Ein letztes Mal im Jahr über Hindernisse springen, das will man sich nicht entgehen lassen. Zudem, was soll man sonst zwischen Weihnachten und Neujahr machen.

Wie schon im vergangenen Jahr veranstalten Schibli/Fuchs, die beiden Partner auf dem Gillhof, das Hallenspringen während den Wochentagen, diesmal zwischen Mittwoch, dem 27. Dezember und Samstag, 30. Dezember. Im Angebot stehen verschiedene Kategorien, damit es im Verlauf der vier Tage für alle etwas hat. Die sportlich wichtigste Prüfung findet am Samstagabend statt, wenn über 125cm gesprungen wird. Bei dieser Prüfung geht es zudem um die begehrte Wild Card für eine Teilnahme am CSIO in St. Gallen. Gaudi ist für den Donnerstagabend angesagt. Dann messen sich verschiedene Teams aus dem Dorf am Human Soccer-Turnier (Tischfussball in Grossformat). «Diese Veranstaltung soll dem Ziel dienen, dass uns auch Zuschauer, die weniger Interesse am Pferdesport haben, besuchen kommen und ein paar Stunden in einer geselligen Runde verweilen», erklärt Mathias Schibli diese Einlage.

Gesetzt das Wetter während der Veranstaltung mitspielt, werden die Teilnehmer die Startfelder füllen. Ein Reiter darf mit demselben Pferd – sofern die Kategorie stimmt – zweimal am selben Tag starten. Was die Helfer für das traditionelle Hallenspringen anbelangt, so hatten die beiden Anlagebesitzer auch dieses Jahr keine Rekrutierungsprobleme. «Es handelt sich hierbei um persönliche Freunde, Pensionäre, aber auch Mitglieder des Reitclub Uzwil, die sich immer wieder gerne in den Dienst der Sache stellen. Dies nicht nur wegen des Helferessens, das wir auch nächstes Jahr durchführen und immer sehr kurzweilig für die Teilnehmer ist», erklärt Bruno Fuchs.

Lucky ist seit diesem Jahr pensioniert

Die beiden Reitstallbesitzer werden an ihrem Turnier selber nicht in den Sattel steigen. Beide haben eine ereignisreiche Open-air-Saison hinter sich. Der eine etwas erfolgreicher, der andere etwas weniger. Lucky, der 16-jährige Hannoveraner Wallach, mit dem Bruno Fuchs beispielsweise von 2012 bis 2015 jeweils in Niederwil siegte, ist pensioniert. Sein Leistungsausweis sind diverse Siege, Podestplätze und Klassierungen bis 140cm. Lucky ist unterdessen in «fremden» Händen und wird für Ausritte benutzt. In Pension bleibt er aber weiterhin auf dem Gillhof.

Als Ersatz hat Bruno Fuchs Adomos Joker, einen achtjährigen Wallach für einen Sponsor geritten und diesen unterdessen gekauft. Eine Platzierung in einem S-Springen (140cm) in Oberriet ist dessen erster Erfolgsausweis. Fuchs hofft natürlich, dass sich Adomos bewährt, bildet aber gleichzeitig weitere sieben- bis achtjährige Pferde aus. Der erfolgsverwöhnte Reiter musste somit im 2017 seine persönlichen Ansprüche etwas zurückstecken.

Für Mathias Schibli war dafür das Jahr das beste seit zehn Jahren. Mit Caracuma, der zehnjährigen Holsteiner Stute, die vor allem schnell ist und Quno, dem achtjährigen Wallach, der gerne hoch springt, erreichte Schibli in diesem Jahr 25 Platzierungen über 140cm. Darunter fällt auch eine Platzierung an einem Weltranglisten-Turnier sowie ein dritter Rang im deutschen Sauldorf/Boll. In Italien und Deutschland startete Schibli schon über Höhen von 145/150cm. Zurzeit beteiligt sich Schibli mit zwei Sechsjährigen an Youngsters Prüfungen. Dabei schaffte er bereits zahlreiche Platzierungen und einmal den Final.

Die beiden Reiter befinden sich in einer besonderen Situation. Wollen sie Geld verdienen müssen sie erfolgreiche Pferde verkaufen. Andrerseits heisst das immer wieder, mit neuen, jungen Pferden einen Neuanfang zu vollziehen. Ein Spagat zwischen Erfolg und Verdienst, mit dem sich die Beiden immer wieder aufs Neue auseinander setzen müssen, auch wenn es manchmal schmerzhaft sein dürfte.

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