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Pfeffers himmlisches Musical

Fünf Frauen aus der Region Flawil gehören bis Ende November dem Mount-Saint-Helen-Orden an. Ein Mann unterstützt sie bei der Eingewöhnung. Geprobt wird das Musical «Non(n)sense».
Haben gut lachen: Die Überlebenden des Giftsuppen-«Anschlags». (Bilder: pd)

Haben gut lachen: Die Überlebenden des Giftsuppen-«Anschlags». (Bilder: pd)

FLAWIL. Mit dem gut zweistündigen Stück «Non(n)sense» hat sich der neugegründete Verein Musicalfieber Flawil ein grosses und anspruchsvolles Projekt vorgenommen. Schon seit Juni dieses Jahres proben die Darstellerinnen und ihr Regisseur, Severin Pfeffer, für die Aufführungen Ende November.

Sich mit Nonnen identifizieren

«Klar kann es vorkommen, dass nicht immer alle an den Proben anwesend sind, doch wir liegen vollends im Zeitplan», sagt Pfeffer. Das Off-Broadway-Stück des amerikanischen Autors, Komponisten und Liedtexters Dan Goggin ist nicht leicht umsetzbar. Den Charakter der eigenen Rolle zu finden und das Hineinversetzen in eine Nonne sind nur zwei Bespiele der Anforderungen an die jungen Sängerinnen. Dennoch ist diese ganz neue Erfahrung für alle sehr wertvoll, und die Gruppe probt mit viel Fleiss und Motivation der Premiere entgegen.

Vergiftet an einer Fischsuppe

Das Musical handelt von fünf Nonnen (Jessica Joss, Liana Brühwiler, Nadia Wickli, Stephanie Kündig und Yara Schmitter), die an einer fidelen Benefizveranstaltung ihr Können und ihre göttlichen Talente einmal anders unter Beweis stellen. Wofür? Fürs Kloster oder das, was von ihm übrig geblieben ist. Geld ist gefragt, rasch und dringend: für vier ausstehende Bestattungen.

Ursprung des Übels ist Schwester Julia, ein Kind Gottes zwar, aber eine grottenschlechte Köchin. Ihre für die Klostergemeinschaft zubereitete Bouillabaisse beförderte 52 Nonnen vorzeitig ins Grab beziehungsweise in den Himmel. Denn mit dem Notgroschen des Klosters konnten lediglich 48 Ordensfrauen ordentlich bestattet werden. Für die verbleibenden vier reichte das Geld nicht mehr, da die resolute Mutter Oberin eine Stereoanlage kaufen musste und damit die Klosterkasse endgültig überstrapazierte. Für den Flawiler Severin Pfeffer, gerade einmal 20jährig und vom Theatervirus infiziert, ist das Musical nicht die erste Bühneninszenierung, an der er beteiligt ist, aber seine Premiere als Regisseur. Und als solcher geht er das Projekt professionell an. So durften die fünf Darstellerinnen bereits an einem intensiven ersten Coaching mit der erfahrenen Musicaldarstellerin Monica Quinter aus Zuzwil teilnehmen. Quinter konnte den Nonnen auf Zeit mit ihrer langjährigen Erfahrung zahlreiche Tips geben.

Zweites Coaching

Zu Beginn wurde der Schwerpunkt auf die Atemtechnik und die Artikulation beim Gesang gelegt. Dem folgten Übungen für eine gute Bühnenpräsenz und zur Überbringung der richtigen Emotionen. Nach diesem sehr abwechslungs- und lehrreichen Coaching freuen sich alle auf den nächsten Teil. Denn Monica Quinter wird in einem zweiten Coaching auch noch die Stimmen der «Nonnen» trainieren und ihnen so helfen, sich auf die anspruchsvollen Musicalnummern vorzubereiten. (pd/ahi)

Severin Pfeffer Schauspieler und Regisseur aus Flawil

Severin Pfeffer Schauspieler und Regisseur aus Flawil

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