Pfarreifest mit bunten Farben

Die Regenbogenfarben spielten im Familiengottesdienst vom Sonntag in der Christkönigspfarrei eine grosse Rolle. Bunt war auch das anschliessende Fest.

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NIEDERUZWIL. «Nur zusammen gibt es ein schönes Lied», war das Fazit aller Überlegungen der gespielten Geschichte mit bunten Vögeln und verschiedenen Instrumenten. Für die angehenden Erstkommunikanten war die Feier gleichzeitig der Auftakt zu ihrem Vorbereitungsweg zum Weissen Sonntag. Die Solistin Mélanie Caviezel sang lyrische Melodien. Simon Hofer begleitete sie am Piano. Anschliessend traf man sich zum farbigen Zusammensein im Pfarreizentrum und im Pfarrgarten.

Jede Farbe hat ihre Melodie

Das Pfarreifest soll die Menschen Zusammengehörigkeit und Heimatgefühl spüren lassen. Die getauften Kinder, die im Frühling ihre Erstkommunion feiern dürfen, erlebten im Gottesdienst, dass sie Teil dieser Glaubensgemeinschaft sind, und dass jeder mit seiner Farbe einen Platz darin findet. Dabei nahmen sie die Rolle von bunten Vögeln ein. Jeder Vogel und jede Farbe hatte seine eigene Melodie. Im Einzelnen wirkte alles etwas langweilig und eintönig. Zusammen entstand aber ein buntes Klangbild und eine richtige Melodie.

Immer bunter wird auch der Baum, der die Kinder auf ihrem Weg begleiten wird. Vögel und Äpfel, versehen mit den Namen der Kinder, zierten bereits am Sonntag den Baum. Bis zum grossen Fest wird er nach und nach wachsen und «bunter werden als jeder Herbstbaum», versprach der Pfarreileiter Klaus Gremminger.

Die Symbolik der Farben

Gremminger definierte für jede Vogelfarbe eine eigene Bedeutung. Blau stehe für Tiefe und Weite, für Weisheit und die Fähigkeit aufzunehmen und gut zuzuhören. Die Farbe Grün verband er mit dem «Grünschnabel», mit Unreife und Lebensfreude. Niemand möchte ihn in seinem Kreis missen. Rot stehe für die Liebe und Hilfsbereitschaft. Gelb, so strahlend wie die Sonne, für Charisma. Die Farbe Violett verglich er mit der tiefen Sehnsucht nach Liebe. Hier seien das Dichten und das Geschichtenerzählen angesiedelt. Orange schliesslich assoziierte er mit Hilfsbereitschaft, Strahlen und Energie. Wer Orange in sich trage, sei engagiert und packe an. Jeder Mensch trage seine Farbe oder Farben und seine Lebensmelodie in sich, und gemeinsam könne es klingen.

Nach dem Gottesdienst gab es nebst einem bunten Buffet Aktivitäten für Kinder. Sie konnten basteln, malen, sich im Büchsenwerfen üben oder balancieren. Alle Zwischentöne an diesem Fest waren harmonisch. (ibe)