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Pfadi kämpft um neues Heim

Das Haus Roter Ziegel soll komplett umgebaut werden, dafür setzt die Pfadi Wil viele Mittel ein. Nebst Website und Video rufen sie per Crowdfunding für Spenden auf. Ziel ist, dass der Umbau 2019 startet.
Nicola Ryser
So soll es nicht mehr aussehen: Das Haus Roter Ziegel, das unter anderem von der Pfadi Wil genutzt wird. (Bild: Nicola Ryser)

So soll es nicht mehr aussehen: Das Haus Roter Ziegel, das unter anderem von der Pfadi Wil genutzt wird. (Bild: Nicola Ryser)

Risse in der Fassade, Graffiti an den Wänden, Spinnennetze an den Türhenkeln: Ein Youtube-Video, eigens von der Pfadi Wil gedreht und produziert, offenbart den miserablen Zustand ihres Pfadiheims Roter Ziegel. So bringen die Kinder die Eingangstüre nur mit einem Fusstritt auf, das Licht funktioniert nicht und selbst der Wasserhahn streikt. Am Ende des Films sagt ein Mädchen in die Kamera:

«In diesem heruntergekommenen
Heim kann man keine Pfadi machen.»

Es ist ein Hilferuf – und gleichzeitig ein Aufruf an die Wiler Bevölkerung.

Pfadi will den Totalumbau

«Das Heim ist nicht mehr tragbar, angefangen beim undichten Dach über die fehlende Zentralheizung bis zu den Duschen, die nicht geschlechtergetrennt sind», erklärt Manuel Nick, Projektleiter des Umbaus. «Aktuell hat die Pfadi knapp über 100 Mitglieder. Und die Zahl steigt weiter an, die Leute interessieren sich wieder mehr für Aktivitäten in der Natur. Dafür brauchen wir aber auch eine gute Unterkunft.» Darum kämpfe die Pfadi für ein praktischeres, moderneres und heimeliges Heim.

So soll es aussehen: Der Plan für das neue Heim. (Bild: PD)

So soll es aussehen: Der Plan für das neue Heim. (Bild: PD)

Das Haus steht seit 1961 oberhalb des Stadtweihers. Das Pfadiheim dient auch als mietbares Gruppenhaus mit 30 Schlafplätzen für Vereine, Schulklassen, Firmen und Private. Da sich das Haus jedoch in einem solch prekären Zustand befindet, setzt die Pfadi alle Hebel in Bewegung, um einen Totalumbau zu lancieren. So wurde für den Umbau eine Website erstellt, welche die Interessierten stets informiert. Dort finden sich die Geschichte zum Heim, Infos zum Stand des Projekts und der Finanzierung, Visualisierungen des geplanten Gebäudes sowie das oben erwähnte Video.

Erwartete Kosten bis zu 980000 Franken

Die Finanzierung ist der wunde Punkt beim Projekt, denn der Totalumbau wird hohe Kosten generieren. Aktuell rechnet das Projektteam mit bis zu 980000 Franken. «Einen Teil bezahlen wir aus der eigenen Kasse, dann kommen noch die St. Galler Kantonalbank und zahlreiche Stiftungen als Sponsoren hinzu», sagt Nick. Einen wichtigen Schritt schaffte die Pfadi im Mai. Da sicherte der Stadtrat dem Umbau-Projekt einen Beitrag von 269000 Franken zu, zudem wurde gleichzeitig das Baurecht auf 2038 verlängert, die Baubewilligung folgte zwei Wochen später. Auf dem Spendenbarometer, der auf der Website immer wieder aktualisiert wird, befinden sich aktuell 773400 Franken.

Nick hofft nun, dass sich auch die Wiler Bevölkerung beteiligen will. Mit Hilfe von Crowdfunding soll Geld für das Inventar gesammelt werden. Dabei ist jeder wählbare Spendenbeitrag bis 5000 Franken mit einer Belohnung verknüpft. Spendet man beispielsweise 100 Franken, gibt es eine Bratwurst beim Einweihungsfest, beim Höchstbetrag darf der Spender das Heim zwei Tage lang selbst für einen Anlass nutzen.

«Bei einem Überschuss fliesst das Geld natürlich in den Umbau», erläutert Nick. Bisher hielten sich die Beiträge jedoch in Grenzen, aktuell liegt der gespendete Gesamtbetrag des Crowd­funding bei knapp 14000 Franken. Das Problem: Die Finanzierungsschwelle liegt bei 30000 Franken. Wird die Schwelle bis zum 12. Dezember nicht erreicht – solange dauert die Aktion noch an –, werden alle Beiträge den Spendern zurückerstattet.

Marcel Nick bleibt jedoch optimistisch, dass sie die restlichen Franken zusammenbringen und den Bau starten können.

«Schliesslich ist es das einzig mietbare Haus in der Stadt, das für Gruppenanlässe genutzt werden kann.»

Am Wochenende wird die Pfadi noch am Weihnachtsmarkt auf das Projekt aufmerksam machen. Läuft alles nach Plan, könnte es laut Nick bald losgehen: «Es fehlt nicht mehr viel zum Umbau. Unser Ziel ist, dass wir bis zum Frühling 2019 beginnen können.»

Pfadiwebsite

Hier finden sich alle Informationen zum Projekt und geplanten Umbaus des Pfadiheims.

Crowdfonding

Am Crowdfunding teilnehmen kann man hier.

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