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Pfadfinder müssen den Kopf hinhalten

Der Sanierungsbedarf beim bestehenden Pfadiheim «Roter Ziegel» wird von niemandem bestritten. Die Kritik aus dem Parlament richtet sich ausschliesslich gegen den Stadtrat. (Bild: Hans Suter)

Der Sanierungsbedarf beim bestehenden Pfadiheim «Roter Ziegel» wird von niemandem bestritten. Die Kritik aus dem Parlament richtet sich ausschliesslich gegen den Stadtrat. (Bild: Hans Suter)

Umstritten Die Drähte laufen heiss. Der Grund ist im Budget 2018 zu finden. Darin ist ein Beitrag der Stadt Wil von 300000 Franken an den Umbau des Pfadiheims «Roter Ziegel» vorgesehen. Was anfänglich nach einer unbestrittenen Budgetposition aussah, hat sich zu einer Grundsatzdiskussion entwickelt. Kernpunkt ist, dass die vom Stadtrat versprochenen Richtlinien für Beiträge an Vereine noch nicht vorliegen. Um gegenüber anderen Vereinen und Institutionen fair und transparent zu sein, könne den Pfadfindern erst auf der Basis gültiger Richtlinien ein Beitrag zugesprochen werden, lautet der bürgerliche Tenor.

Als einzige Fraktionen stehen die SP und Grünen Prowil dennoch klar hinter der Budgetposition, auch ohne Vorliegen der Richtlinien. Die anderen Fraktionen (der FDP-Sprecher war gestern nicht erreichbar) sowie die fraktionslosen Parteien GLP (Erika Häusermann) und EVP (Roman Rutz, Gast in der CVP-Fraktion) tun sich dagegen schwer. Wie gestern eine Kurzumfrage bei den Fraktionen ergeben hat, wird die Jugendarbeit der Pfadi sehr geschätzt. Ebenso ist der Beitrag von 300000 Franken an den Neubau des Pfadiheims im Kern wenig bis nicht umstritten. Der Zeitpunkt hingegen umso mehr. Die Bürgerlichen wollen erst einen Beitrag sprechen, wenn das Reglement vorliegt. Und das am liebsten auf dem parlamentarischen Weg mit Budget und Antrag, obwohl der Stadtrat dazu nicht verpflichtet ist. Es sieht danach aus, dass der Beitrag an die Pfadi heute Abend in der Budgetdebatte wegen der Grundsatzdiskussion kaum mehrheitsfähig sein wird. Da und dort ist gar das Gerücht zu vernehmen, der Stadtrat erwäge mittlerweile eine Streichung der Position, um der Sache den Wind aus den Segeln zu nehmen. «Wir würden das sehr begrüssen», sagt CVP-Fraktionspräsident Christoph Gehrig.

Pfadi reagiert konstruktiv auf die Kritik der Cevi

Der Präsident der Jugendorganisation Cevi Wil, Serge Lüthi, wandte sich diese Woche in einem Schreiben an die Parlamentsmitglieder und protestierte gegen die aus seiner Sicht einseitige Bevorzugung der Pfadi (Ausgabe vom Dienstag). Damit goss er zusätzlich Öl ins Feuer. Er argumentierte, die Richtlinien über die Vergabe von Investitionsbeiträgen an Vereine lägen noch nicht vor. Somit könne nicht nachvollzogen werden, an welche Bedingungen und Leistungen der Beitrag an die Pfadi geknüpft sei.

Die Pfadi Wil reagierte mit einer Stellungnahme und Bereitschaftserklärung an die Parlamentsmitglieder. Damit wolle die Pfadi eine sachliche Diskussion an der Parlamentssitzung ermöglichen und aufzeigen, dass die Aufregung seitens der Cevi unbegründet sei, äusserte sich Pfadiheim-Projektleiter Manuel Nick. Darin werden folgende Punkte aufgeführt: Das Pfadiheim werde weiterhin einer breiten Öffentlichkeit zur Miete offenstehen. Um dies zu gewährleisten, stehe das Pfadiheim an mindestens 42 Wochen pro Jahr zur Vermietung zur Verfügung. Zudem wolle die Pfadi Wil mit den Einnahmen aus der Vermietung lediglich die Deckung von Betriebs- und Unterhaltskosten decken. Wiler Vereine und Gruppierungen würden einen Rabatt auf die Mietpreise erhalten. Im Fall einer Auflösung des Vereins solle das Gebäude in den Besitz der Stadt Wil als Landbesitzerin übergehen. Werde innerhalb von zehn Jahren eine neue Pfadiabteilung gegründet, müsse dieser zumindest ein weitreichendes Nutzungsrecht seitens der Stadt gewährt werden. Könne das Projekt durch die Pfadi Wil nicht finanziert und umgesetzt werden, sei der Beitrag der Stadt Wil hinfällig, lautet der letzte Punkt der Bereitschaftserklärung. (hs/jop)

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