Peter Haag will das Jonschwiler Schulratspräsidium

Der Präsident der SVP-Ortspartei kandidiert für das Amt des Schulratspräsidenten der Gemeinde Jonschwil. Ob die Stelle vakant sein wird, zeigt sich aber wohl erst Ende Januar.

Philipp Stutz
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Peter Haag (links) kandidiert als Schulratspräsident, Bruno Näf stellt sich einer Wiederwahl als Gemeinderat.

Peter Haag (links) kandidiert als Schulratspräsident, Bruno Näf stellt sich einer Wiederwahl als Gemeinderat.

Bild: Philipp Stutz

Die SVP hat sich entschieden, bei den Gesamterneuerungswahlen im Herbst das Schulratspräsidium anzustreben. Und dies unabhängig davon, ob eine Vakanz entsteht oder nicht. Dieses Amt wird zurzeit von Köbi Zimmermann (CVP) mit einem 50-Prozent-Pensum ausgeübt.

Ihren Anspruch hat die SVP bei den anderen Parteien bereits geltend gemacht. «Wir sind für Transparenz», sagte Peter Haag, der die Ortspartei präsidiert, an der Hauptversammlung. Er geht davon aus, dass allfällige Rücktritte in den Behörden bald, das heisst bis Ende Januar, öffentlich bekanntgegeben werden.

Martha Storchenegger, Präsidentin der CVP, bestätigt diese Aussage:

«Zurzeit ist es noch zu früh, eine Stellungnahme abzugeben.»

Die CVP werde zu einem späteren Zeitpunkt ihre Wahlstrategie bekanntgeben.

Seit 15 Jahren im Bildungsbereich tätig

Peter Haag ist als ehemaliger Ausbildungschef des kantonalen Zivilschutzes und jetziger Schulleiter der Musikschule Toggenburg seit 15 Jahren im Bildungsbereich tätig. Der Vater von zwei schulpflichtigen Kindern sei in der Gemeinde verankert und bringe als ehemaliger Bataillonskommandant Führungserfahrung mit. Der 46-Jährige wohnt seit Geburt in Schwarzenbach. Er ist aktives Mitglied des Tennisclubs und Mitglied der Männerriege Schwarzenbach. Er war auch in jenem Komitee, das sich für den Neubau des Schulhauses Schwarzenbach stark gemacht hat. Ausserdem ist er Mitglied des Kantonsrats.

«Grundsätzlich finde ich es legitim, bei einer bevorstehenden Wahl für ein Amt anzutreten», sagte Haag. Und dies unabhängig davon, ob dieses Amt vakant sei oder nicht. Jedes Behördenmitglied wisse, dass keine Garantie für eine Wiederwahl bestehe. Als Schulleiter der Musikschule Toggenburg ist er mit einem Pensum von 70 Prozent angestellt. «Die nötige Zeit könnte ich mir also freihalten», betonte Haag. Er gehe davon aus, dass das Schulratspräsidium bei seiner allfälligen Wahl auf 30 Prozent verkleinert werde, sagte er gegenüber der Wiler Zeitung. Der Schulratspräsident ist von Amtes wegen Mitglied des Gemeinderates.

Sein Arbeitgeber und auch seine Familie unterstützten die Kandidatur, sagte Haag. Er fügte an, dass er den jetzigen Amtsinhaber als umgänglich und volksnah einstufe und schätze.

«Ich möchte der Bevölkerung aber eine Auswahl bieten.»

Bruno Näf stellt sich einer Wiederwahl

Bruno Näf stellt sich für eine weitere Amtsdauer als Gemeinderat zur Verfügung. «Die Arbeit in der Exekutive ist interessant und bereitet mir Freude», sagte Näf. Im Gemeinderat herrsche ein gutes Klima, und auch mit dem Gemeindepräsidenten verstehe er sich. «Wir sind ein gutes Team», zeigte sich Näf überzeugt.

Bei der Dorfkorporation Schwarzenbach wird sich Eugen Meier nochmals als Präsident zur Verfügung stellen. Alle Nominationen erfolgten ohne Gegenstimme.

Im Schulrat sind zurzeit keine Rücktritte bekannt. Der Vorstand wurde von der Versammlung ermächtigt, bei einer allfällig entstehenden Vakanz nachnominieren zu dürfen.

Zweiten Sitz in der Regierung anstreben

An der Versammlung war auch Michael Götte, Kandidat für den Regierungsrat, zugegen. «Es ist an der Zeit, dass der SVP als klar wählerstärksten Partei endlich ein zweiter Sitz in der Regierung zugestanden wird», sagte er. Damit könnten Werte, wie sie von Wählern gewünscht werden, vermehrt in die Regierung eingebracht werden.