Personelle Sorgen vor erstem Spiel

Nachdem in der NLA und NLB die neue Saison bereits lanciert ist, zieht nun auch die 1. Liga nach. In dieser spielt auch der EC Wil wieder, obwohl er in der vergangenen Saison abgestiegen ist.

Urs Nobel
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Obwohl vergangene Saison abgestiegen, spielt der EC Wil dank einem Entscheid am grünen Tisch erneut in der 1. Liga. Bild: pd (Bergholz, Wil, 12. September 2016)

Obwohl vergangene Saison abgestiegen, spielt der EC Wil dank einem Entscheid am grünen Tisch erneut in der 1. Liga. Bild: pd (Bergholz, Wil, 12. September 2016)

Absteigen und dann doch nicht, das gibt es nur im Eishockey. Besonders in der 1. und 2. Liga, in welcher die verschiedenen Vereine nicht nur Geldsorgen plagen, sondern auch der Umstand, dass sie selten ein kompetitives Team zusammenbringen und deshalb keinerlei Interesse an einem sportlichen Aufstieg haben. Der EC Wil hat von dieser Situation profitieren können und bestreitet bereits seine zweite 1.-Liga-Saison hintereinander. Diese hat den Vorteil, dass es wegen einer Umstrukturierung im Amateurbereich keinen Absteiger geben wird. Doch Letzter will trotzdem niemand werden.

Konzentration auf die«gleich starken» Gegner

Auch der EC Wil will nicht Letzter werden. Er wird aber in der neuen Saison auf Gegner stossen, die stärkemässig nicht auf weit höherem Niveau spielen (Arosa, Chur, Dübendorf, Pikes EHC Oberthurgau, Frauenfeld). Aus diesem Grund will man sich bei den Äbtestädtern auf die Gegner in Reichweite konzentrieren. Beispielsweise am nächsten Samstag beim Heimspiel gegen den SC Weinfelden, das um 17 Uhr angespielt wird. Die Thurgauer muss man zwar favorisieren. Sie sind aber keine Übermannschaft, obwohl sie mit dem HC Thurgau zusammenarbeiten und wahrscheinlich seitens des NLB-Ligisten bei Bedarf personelle Unterstützung beantragen können.

Will der EC Wil trotz dieser Ausgangslage Punkte einfahren, muss er sich im Vergleich zum vergangenen Wochenende massiv verbessert präsentieren. Eine Leistung wie gegen den EHC Uzwil am Samstag oder den EHC St. Gallen am Sonntag – je eine Niederlage nach Verlängerung – genügt nicht. Das hat sicher auch der neue Trainer Emanuel Karrer bemerkt, und er wird in dieser Woche zusammen mit seinem Assistenten Roger Koch die notwendigen Schritte in die Wege leiten, damit gemachte Fehler nicht ein zweites Mal vorkommen.

Voraussetzungen sind nicht optimal

Sportchef Christian Herzog ist nur bedingt optimistisch hinsichtlich des Spiel. Dario Eigenmann fehlt krankheitshalber, Marc Elsener und André Müller sind beide verletzt. Die fünf Elite-Junioren dürften ebenfalls kaum eingesetzt werden, da sie Freitag und Sonntag bereits in der Nachwuchsmeisterschaft spielen. Auch von «Partner» Rapperswil-Jona Lakers darf keine Hilfe erwartet werden, da dieser ebenfalls an Personalnot leidet.