Perron wird erhöht: Ende Jahr ist der Aadorfer Bahnhof barrierefrei

Die SBB starten am Dienstag mit den Bauarbeiten für einen behindertengerechten Aadorfer Bahnhof.

Roman Scherrer
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Durch die Perronerhöhung wird der Zugang zu den Zügen behindertengerecht.

Durch die Perronerhöhung wird der Zugang zu den Zügen behindertengerecht.

Bild: Roman Scherrer

Das Behindertengleichstellungsgesetz verlangt bis Ende 2023 ein barrierefreies öffentliches Verkehrsnetz. Diese Vorgaben wollen die SBB nun am Bahnhof Aadorf umsetzen. Für den barrierefreien Zugang zu den Zügen wird das Perron erhöht. Zudem erstellen die SBB eine neue Wartehalle und passen die Beleuchtung an. Das voraussichtlich bis Ende Jahr abgeschlossene Projekt kostet die SBB und den Bund rund 4,9 Millionen Franken.

Ein Teil der Bauarbeiten könne tagsüber realisiert werden. «Die meisten Arbeiten finden aus Sicherheitsgründen jedoch nachts statt», heisst es bei der SBB. Der Bahnverkehr werde nicht beeinträchtigt.

Abstimmung im Spätherbst

Nach Abschluss des Projekts will die Politische Gemeinde Aadorf die Umgestaltung des Bahnhofplatzes in Angriff nehmen. Dabei sollen die Rampe zur Unterführung umgebaut und die Einsteigekanten für die Postautos erhöht werden – ebenfalls zum Zweck der Barrierefreiheit. Das finale Projekt hat der Gemeinderat noch nicht vorgestellt. Im Spätherbst soll es an die Urne kommen. «Das ist nach wie vor das Ziel», sagt Gemeindepräsident Matthias Küng. Die Zeit dränge nun aber weniger, weil sich beim kantonalen Tiefbauamt die Sanierung der zum Bahnhof führenden Schützenstrasse um fast ein halbes Jahr verzögert und erst Mitte 2021 abgeschlossen sein dürfte.