PAUSENPLÄTZE: Das Paradies auf dem Schulareal

Gegen die überarbeitete Auflage des Baugesuchs zur Neugestaltung des Pausenplatzes beim Schulhaus Grund in Flawil sind keine Einsprachen mehr eingegangen. Wie fortgeschritten sind die weiteren Plätze?

Merken
Drucken
Teilen
Die Pausenplätze im Feld sind bereits fertig und werden Anfang Mai eingeweiht. (Bild: Andrea Häusler)

Die Pausenplätze im Feld sind bereits fertig und werden Anfang Mai eingeweiht. (Bild: Andrea Häusler)

Die Einsprachen gegen die ursprünglichen Pläne zur Neugestaltung des Pausenplatzes beim Schulhaus Grund und der darauf folgende Rückzug des Baugesuchs hatten intensive Gespräche zwischen den Vertretern von Schule und Gemeinde als Bauherrschaft und einer Delegation der Einsprechenden zur Folge. Den Anliegen der Anwohnerschaft in den Bereichen Denkmal-, Baum-, Lärm- und Sichtschutz konnte soweit entsprochen werden, dass gegen die überarbeitete Auflage des Baugesuchs keine Einsprachen mehr eingingen.

Die Baubewilligung zur Neugestaltung des Pausenplatzes beim Schulhaus Grund liegt dementsprechend seit Anfang Dezember des vergangenen Jahres vor. Die Winterzeit wurde genutzt, um die Arbeiten zu vergeben sowie die Bewegungs- und Spielgeräte vorzufertigen. Jetzt, wo der Frühling Einzug gehalten hat und der Boden aufgetaut und bearbeitbar ist, hat ein örtlicher Gartenbaubetrieb mit der Erstellung des Fallschutzes für die Baumhäuser und das angedeutete Piratenschiff begonnen.

Baumpfleger wird beigezogen

Während der Frühlingsferien werden dann die vorgefertigten Geräte, das Piratenschiff und die Baumhäuser aufgestellt. Für letzteres werden in unmittelbarer Nähe der Bäume Pfähle in den Boden gerammt. Damit dies zu keinen Verletzungen des Wurzelbereichs führt, wird ein Baumpfleger beigezogen, welcher diese Arbeiten fachmännisch begleitet. Verläuft alles nach Plan, stehen die beiden Spiel- und Bewegungsangebote den Schülerinnen und Schülern des Schulhauses Grund beim Start ins letzte Quartal dieses Schuljahres zur Verfügung.

Ruderalfläche als Alternative zur Spielwiese

Im kommenden Mai und Juni wird an der Nordseite des vorderen Grundschulhauses weitergearbeitet. Dort entsteht eine sogenannte Ruderalfläche mit steinigem, humusarmem Untergrund. Auf solchem Untergrund kann eine grosse Vielfalt an Pflanzen wachsen. Dabei haben Ruderalpflanzen die Eigenschaft, dass sie durch häufige Störungen wie Tritt-, Schnitt- oder Bodenbewegung nicht beeinträchtigt werden. Das sind ideale Voraus­setzungen, damit Kinder die Vogelnestschaukel und das Schwalbennest mit Röhrenrutschbahn, welche dort platziert werden, auch dann bespielen können, wenn bei nasser Witterung die Spielwiese nicht begehbar ist. Die Verantwortlichen hoffen, dass die Schülerinnen und Schüler auch diesen neugestalteten Bereich des Pausenplatzes noch vor den Sommerferien in Beschlag nehmen können.

Hügellandschaft gegen die Bahnlinie?

Gleichzeitig soll über zusätzliche Elemente der Pausenplatzneugestaltung nachgedacht werden. Da inzwischen feststeht, dass die Spielwiese nicht durch einen Zugang zu einer möglichen Passerelle tangiert wird, zieht man in Betracht, den nördlichen Rand der Spielwiese gegen die Westausfahrt beziehungsweise gegen die Bahnlinie mit einer kleinen Hügellandschaft inklusive Wasserlauf abzuschliessen. Sollte sich diese Idee konkretisieren, werden die interessierten Anwohnerinnen und Anwohner diesmal von Beginn weg miteinbezogen. (rkf/red)