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Paukenschlag: Neue Führung beim EC Wil

Die beiden Unternehmer Roger Dietschweiler und Daniel Knecht übernehmen per sofort die Geschicke des Eishockeyclubs Wil. Zu den Abgängen im Vorstand kommen finanzielle Probleme hinzu.
Tim Frei
Der bisherige Vizepräsident Peter Wittwer verbleibt als Aktuar im Vorstand. (Bild: PD/EC Wil)

Der bisherige Vizepräsident Peter Wittwer verbleibt als Aktuar im Vorstand. (Bild: PD/EC Wil)

Dass es zu einem solchen Paukenschlag kommen würde, überrascht nicht wirklich. Anfangs Woche war Aktuar Sandro Brasi aus dem Vorstand des EC Wil zurückgetreten, wie Peter Wittwer auf Anfrage bestätigte. Sein Amt als Teamleiter der Wiler Frauenmannschaft werde Brasi bis zum Saisonende fortführen.

Sein Rücktritt ist der dritte Abgang aus dem Vorstand des 1.-Liga-Clubs innert Kürze. Im Dezember hatte sich der EC Wil zuerst von Sportchef Daniel Zeber getrennt. Wenig später trat auch der Marketingverantwortliche Sascha Hasler, der Ende Saison aus dem Gremium ausscheiden wollte, per sofort zurück.

Dietschweiler wird neuer Interimspräsident

In der Medienmitteilung des EC Wil heisst es denn auch: «Nebst den drei unplanmässigen Abgängen – einer aus gesundheitlichen und einer aus beruflichen Gründen – waren vor allem Grundsatzüberlegungen ausschlaggebend für den vorzeitigen Wechsel an der Spitze.»

Roger Dietschweiler wird neuer Interimspräsident des Vereins. Er folgt auf Peter Wittwer. Daniel Knecht tritt als Interimsbeisitzer in das Gremium ein.

Pressekonferenz am Samstag

Wittwer bleibt dem Vorstand als Aktuar erhalten. «Die beiden Unternehmer Dietschweiler und Knecht haben sich klar hinter ihn gestellt», heisst es in der Mitteilung. Ausführlicher über den Führungswechsel informieren wird der Club am Samstag vor dem Heimspiel gegen Reinach.

Sportlich läuft es bei dem Verein. Mit dem 8:3-Auswärtssieg gegen die Argovia Stars am Dienstag machte Wil in der Tabelle einen Sprung nach vorne.

Mit Zahlungen in Verzug

Neben dem Eis harzt es aber. Zu den Abgängen aus dem Vorstand kommen finanzielle Probleme hinzu. Mit den Zahlungen an die Stadt für die Amortisationskosten der Eishalle Bergholz von jährlich 32000 Franken ist der EC Wil in Verzug, wie Philipp Gemperle, Kommunikationsleiter der Stadt, erklärt:

«Die Rechnungen von 2017 und 2018 sind ausstehend. Der offene Betrag beläuft sich zurzeit auf 64000 Franken.»

Die Stadt ist in Gesprächen mit dem EC Wil. Gemeinsam werde nach einer Lösung gesucht, sagt Gemperle.

Bekenntnis zum Frauenteam

Die Probleme neben dem Eisfeld sind denn auch der Punkt, an dem die neue Führung den Hebel ansetzen will. «Mit einem neuen Leistungsdenken wollen wir den EC Wil nicht nur sportlich, sondern auch wirtschaftlich weiterbringen und mit der Region verbinden», sagt Knecht.

Zuletzt hatte sich das Gerücht gehalten, das Frauenteam des EC Wil werde aufgelöst. Wittwer sagt jedoch, dies stehe überhaupt nicht zur Debatte. Ähnlich tönt das nun laut Mitteilung bei Dietschweiler: «Die Situation ist unruhig, aber nicht beunruhigend. Sportlich liegen wir absolut im Fahrplan. Es macht viel Freude, wie das Team unbeirrt den Weg geht. Auch die zweite Mannschaft und die Ladys sorgen für Furore in ihren Ligen.»

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