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Patrick Bischof knapp nominiert

Lediglich sechs SVP-Mitglieder hatten am Dienstag die Aufgabe, die Kandidierenden für die Oberbürer Gemeinderatswahlen zu nominieren. Von Einigkeit war mitnichten die Rede. Am Ende brachen sogar die Dämme.
Christoph Lampart
Gute Miene nach geschlagener Schlacht: Dieter Zimmermann, Patrick Bischof und Thomas Wallner. (Bild: Christof Lampart)

Gute Miene nach geschlagener Schlacht: Dieter Zimmermann, Patrick Bischof und Thomas Wallner. (Bild: Christof Lampart)

SONNENTAL. Nichts deutete kurz vor der Nominationsversammlung der SVP Oberbüren-Niederwil-Sonnental darauf hin, dass die Versammlung in der Sonnentaler «Linde» nicht glatt über die Bühne gehen würde. Gewiss, es waren nur gerade sechs Parteimitglieder – darunter die beiden potenziellen Kandidaten Thomas Wallner und Patrick Bischof – erschienen, doch die Stimmung war vordergründig gut.

Deutlich legitimiert

Das änderte aber schon bald nach den kurzen Vorstellungen der beiden Kandidaten sowie der Erklärung von Ortsparteipräsident Dieter Zimmermann, der betonte, dass er eine Einzelkandidatur bevorzugen würde. Denn ihm seien von der FDP und von Pro Oberbüren signalisiert worden, dass man sich gegen eine Einzelkandidatur seitens der SVP nicht wehren werde. Zumal die SVP, die bisher im Gemeinderat nicht vertreten ist, mit einem Stimmenanteil von über 50 Prozent an den letzten National- und Ständeratswahlen ihren Anspruch auf einen Sitz in der Oberbürer Exekutive mehr als nur deutlich legitimiert habe.

FDP und Pro Oberbüren

Doch Zimmermanns Ansicht, einen Kandidaten für einen Sitz zu empfehlen, fiel nur bei Thomas Wallner und Bezirksparteipräsident Bruno Dudli auf fruchtbaren Boden. Die anderen drei Stimmberechtigten, darunter auch Patrick Bischof, forderten, beide Kandidaten antreten zu lassen. Zum einen böte man dem Stimmvolk damit eine echte Auswahl und zum anderen würde so verhindert, dass man einem motivierten Kandidaten «ans Bein pinkelt». Ausserdem sei noch lange nicht sicher, dass die FDP und/oder Pro Oberbüren nicht im letzten Moment einen weiteren Kandidaten aus dem Hut zauberten.

Verhärtete Fronten

Einig waren sich in der Ist-Analyse alle darin, dass einer der beiden freiwerdenden Sitze im Oberbürer Gemeinderat an den gut verwurzelten CVP-Kandidaten Erich Frick gehen dürfte. Dadurch wäre für die SVP nur noch ein Sitz frei. Die Fronten verhärteten im Verlaufe der nächsten Stunde zusehends, weil Wallner aus «parteitaktischen Gründen» auf einer Einzelkandidatur, Bischof («wir müssen in die Offensive gehen») auf einem Zweierticket beharrte. Trotz ausführlicher Diskussion stand es bis zum Ende patt – nämlich drei zu drei. Schliesslich einigte man sich darauf, nur einen Kandidaten zu portieren. Allerdings hielten sowohl Bischof als auch Wallner an ihrer Kandidatur fest: Die Situation blieb festgefahren.

Dudli als «Königsmacher»

Der «gordische Knoten» konnte nur durch den Hinweis gelöst werden, dass bei einem Patt in einem Verein – und eine Partei ist nichts anders – dem Präsidenten der Stichentscheid zufällt. Das Resultat erstaunte am Ende fast alle. Die beiden sich stimmlich eh neutralisierenden Kandidaten enthielten sich der Stimme. So machten sich zwei Personen für Bischof stark und Ortsparteipräsident Zimmermann für Wallner. Bezirksparteipräsident Bruno Dudli enthielt sich der Stimme, womit Zimmermann darum herumkam, einen Stichentscheid zu fällen. «Überraschend» mutete das veränderte Stimmverhalten Dudlis auch deshalb an, weil er sich zuvor in mehreren Voten nicht nur für eine Einerkandidatur, sondern auch für eine Kandidatur Wallners ausgesprochen hatte.

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