PARTIZIPATION: Junge sollen mitdiskutieren

Remo Wirth von der CVP Uzwil stellte an der Bürgerversammlung den Antrag, Jugendliche in politische Entscheide mit einzubinden. Die Rechnung 2016 wurde diskussionslos angenommen.

Gianni Amstutz
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Gianni Amstutz

gianni.amstutz@wilerzeitung.ch

«Jugendliche sollen sich aktiv in die Gemeinde einbringen können.» So lautete ein Votum an der Gemeindeversammlung vom Montagabend. Remo Wirth von der CVP Uzwil plädierte dafür, den Jugendlichen in der Gemeinde eine Stimme zu geben. «Nur so ist es möglich, sie wieder für Politik auf Gemeindeebene zu begeistern.» Er stelle sich einen Jugendgemeinderat, vergleichbar mit den Jugendparlamenten auf nationaler und kantonaler Ebene, vor. Wirths Vorschlag geht jedoch sogar noch einen Schritt weiter. «Vielleicht könnte man den Jugendlichen ein kleines Budget und gewisse Entscheidungskompetenzen geben.» Die Prüfung des Antrags und die Ausarbeitung der Details liegen nun aber beim Gemeinderat, denn der Antrag, bis zur nächsten Versammlung im Herbst ein Konzept zu erarbeiten, wurde von einer Mehrheit der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger angenommen.

Gewinn von 2,3 Millionen

In Sachen Finanzen konnte Gemeindepräsident Lucas Keel den 226 Anwesenden erfreuliches berichten. «Der Gemeinde geht es gut», sagte er. Anstatt dem budgetierten Defizit von 250000 Franken, konnte die Gemeinde einen Gewinn von 2,3 Millionen verzeichnen. Hauptgrund für diese Besserstellung waren Steuereinnahmen sowohl bei den Einkommens- und Handänderungssteuern als auch bei juristischen Personen und Firmen. So war es wenig überraschend, dass die Rechnung 2016, die Investitionsrechnung und der Bericht der Geschäftsprüfungskommission von den Stimmbürgern diskussionslos angenommen wurden. 1,5 Millionen des Ertragsüberschusses fliessen in die Strassenraum- und Zentrumsgestaltung. Die restlichen rund 730000 Franken kommen dem Eigenkapital zu Gute.

Zudem sei es in Uzwil sehr friedlich, sagte Keel. Mit nur 22 Gesetzesverstössen pro 1000 Einwohner liege die Gemeinde weit unter dem kantonalen Durchschnitt. Weiter nutzte der Gemeindepräsident die Versammlung dazu, Gerüchte zu zerstreuen, die ihn als möglichen Nachfolger für den zurücktretenden Gossauer Stadtpräsidenten Alex Brühwiler handeln. Das komme für ihn definitiv nicht in Frage.

In der allgemeinen Umfrage gab es zahlreiche Wortmeldungen: Diese reichten von einem Dankeschön für das saubere Trinkwasser bis zur Forderung einer Senkung des Wassertarifs.

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