Parteien prüfen Strafanzeige gegen Vandalen

REGION. Erneut haben Vandalen ihr Unwesen getrieben und mutwillig Wahlplakate zerstört. CVP-Kantonsrat Bruno Cozzio, der den Wahlkampf in der Region Uzwil-Flawil begleitet, will nicht mehr länger zusehen. Er regt nun das Gespräch unter den Parteien an, um eine Strafanzeige gegen die Vandalen zu prüfen.

Hans Suter
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Plakat in Oberuzwil: Herausgerissen und zu Boden geworfen.

Plakat in Oberuzwil: Herausgerissen und zu Boden geworfen.

Bislang sind bei der Kantonspolizei St. Gallen laut Medienchef Hanspeter Krüsi keine Anzeigen wegen Beschädigung von Wahlplakaten eingegangen. Das könnte sich bald ändern.

Bild der Verwüstung

Als Bruno Cozzio am Samstag den Uzwiler Herbstmarkt besuchte, standen am westlichen Dorfausgang von Oberuzwil in Richtung Jonschwil Wahlplakate verschiedener Parteien. Seine Partei, die CVP, war mit einem selbstgebauten Sechser-Plakatständer vertreten. Am Sonntag war nicht mehr viel davon übrig, es präsentierte sich stattdessen ein Bild der Verwüstung.

Konstruktion geklaut

Die einen Plakate waren samt Holzpfahl herausgerissen und lagen in der Wiese, andere wurden am Boden noch zusammengedrückt und malträtiert. «Von unserem Sechserplakat war ausser einem Pfosten gar nichts mehr übrig», ärgert sich Bruno Cozzio. Die Konstruktion wurde nicht nur beschädigt, sondern gleich ganz geklaut. Ein ähnliches Schadensbild ist in Flawil zu beklagen. Dort blieben nur gerade die Wahlplakate der SVP verschont.

Parteien beraten über Anzeige

«So etwas ist nicht nur unfair, sondern auch ungesetzlich», sagt Bruno Cozzio. Er will nun das Gespräch mit den anderen Ortsparteien anregen und eine gemeinsame Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Sachbeschädigung und je nachdem Sachentwendung prüfen. In der Vergangenheit habe man weniger Probleme mit Vandalen gehabt.

Nebenan: Nicht nur zu Boden gerissen, sondern mutwillig zerstört. (Bild: Bilde: Hans Suter)

Nebenan: Nicht nur zu Boden gerissen, sondern mutwillig zerstört. (Bild: Bilde: Hans Suter)