PÄDAGOGIK: Mit gezielter Förderung die Schulreife erreichen

Die Oberuzwiler Schulen führen das dritte Kindergartenjahr ein.

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Der Übertritt in die 1. Klasse ist für jedes Kind ein wichtiges Ereignis. Dieser Tatsache wollen die Oberuzwiler Schulen in Zukunft noch besser Rechnung tragen. Der Gemeinderat hat dem Antrag des Schulrates zugestimmt, das Schulangebot durch ein drittes Kindergartenjahr mit heilpädagogischer Unterstützung zu ergänzen.

Bei einigen Kindern sei festgestellt worden, dass sie am Ende der zweijährigen Kindergartenzeit noch nicht schulreif sind. Das seien Kinder, die noch wenig bereit sind für schulisches Lernen oder Kinder mit Entwicklungsverzögerungen, heisst es in der Mitteilung der Gemeindebehörde. Ihnen wird mit einem zusätzlichen Angebot Gelegenheit und Zeit gegeben, diese Schulreife in aller Ruhe sowie mit gezielter Unterstützung und Förderung zu erreichen.

Entwicklungsstand speziell berücksichtigen

Der Entwicklungsstand jedes einzelnen Kindes soll im dritten Kindergartenjahr besonders berücksichtigt werden. Das zusätzliche Jahr bietet aufgrund des angepassten Unterrichts Gelegenheit zur persönlichen Entwicklung sowie zur Reifung im sozialen und emotionalen Bereich. Aber auch die individuelle Erfassung des Förderbedarfs und die spezifische Unterstützung des Kindes sind wichtige Bestandteile. Zudem soll die motorische, sprachliche und intellektuelle Entwicklung gezielt gefördert werden.

Der Umgang mit Zahlen und Buchstaben (Lesen, Schreiben, Rechnen) wird in verschiedenen Bereichen einbezogen, bleibt jedoch ein klares Ziel der 1. Klasse. Im dritten Kindergartenjahr werden lediglich die Grundlagen dazu gelegt. Hauptziel ist das Erreichen der Schulreife.

Von Heilpädagogen unterrichtet

Das dritte Kindergartenjahr wird am Standort Oberuzwil geführt. Hier wird die Gruppe vormittags in einem eigenen Schulzimmer gemeinsam beschult, das heisst, die Kinder werden in der Fördergruppe von einer Heilpädagogin oder Heilpädagogen unterrichtet und gefördert. Den Nachmittagsunterricht besuchen die Kinder in ihrer angestammten Kindergartenklasse. Das dritte Kindergartenjahr sei eine optimale Brücke zwischen Kindergarten und 1. Klasse. Es soll Lust auf die weitere schulische Laufbahn machen, die Schulfreude wecken, die Kinder stärken und motivieren, hält die Schulleitung fest. (red)