Ostern eine Woche später

Orthodoxe feiern Ostern zu anderen Zeiten. Das hat mit dem Kalender zu tun. Gleich bleiben die Gründe für ein Osterfest. Dieses hat mit dem Ende der Fastenzeit zu tun. Hellas Helvetia verspies am Sonntag Lamm vom Spiess.

Urs Nobel
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Die Vorfreude auf das bald fertig gegrillte und zum Verspeisen bereite Osterlamm ist den beiden Zuschauern ins Gesicht geschrieben. (Bild: Urs Nobel)

Die Vorfreude auf das bald fertig gegrillte und zum Verspeisen bereite Osterlamm ist den beiden Zuschauern ins Gesicht geschrieben. (Bild: Urs Nobel)

BRONSCHHOFEN. Die Fastenzeit kennt man hierorts so, als dass diese nach der Fasnacht 40 Tage dauert und ihr Ende an Ostern findet. Längst nicht alle Orthodoxen fasten. Aber in der letzten Woche isst niemand mehr von ihnen Fleisch. Ostern findet für Orthodoxen in der Regel meist eine Woche später als gewohnt statt und wird mit einer dreitägigen kirchlichen Feier beendet. In Griechenland wird das Ende mit Glockengeläut im ganzen Land, Feuerwerk und einem Fest begangen. Dem Stammesältesten obliegt die Aufgabe, ein Lamm zu schlachten und zu grillieren.

Aus dem Verein entstanden

In Wil kennt man den Verein Hellas Helvetia. Dieser ist vor sechs Jahren aus dem Griechischen Verein entstanden. Die Mitglieder von Hellas Helvetia sind sehr aktiv und pflegen die orthodoxe Kultur und somit auch das Feiern von Ostern. Costa Ipsaryaris aus Wil steht dem Verein vor.

Ein typisches Familienfest

Am vergangenen Sonntag war der Vereinspräsident einer von 70 Mitgliedern, die auf dem Sportplatz Ebnet in Bronschhofen zusammenfanden und das Ende von Ostern mit einem Fest bei besten äusseren Bedingungen begingen. «Nebst dem Verspeisen des Osterlamms sind solche Feste typische Familienfeste. Die Erwachsenen sitzen herum, essen, trinken und unterhalten sich. Die Kinder spielen in dieser Zeit.» Dazu hatte es auf dem Ebnet genügend Platz.

Das während rund sechs Stunden grillierte Lamm wog 18 Kilogramm. Die griechischen Orthodoxen genossen das zarte Fleisch und liessen nichts mehr übrig. Hellas Helvetia aus Wil pflegt wohl den Zusammenhalt untereinander, ist aber stolz darauf, auch Gutes zu tun. Costa Ipsaryaris: «Wir führen alle zwei Jahre einen Spendenanlass durch und unterstützen ein privates Kinderhilfswerk in der Heimat. Erfreulicherweise auch Nichtmitglieder aus Wil.

Mehr auf www.hellashelvetia.ch

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