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ORIENTIERUNGSLAUF: «Hubmänner» auf Medaillenjagd

Die Eschliker Daniel und Martin Hubmann zählen einmal mehr zu den Leistungsträgern im Schweizer WM-Team der Orientierungsläufer – erneut mit unterschiedlicher Ausrichtung.
Jörg Greb, Bern
Martin (links) und Daniel Hubmann stehen vor dem Jahreshöhepunkt der Saison. (Bild: Coralie Wenger)

Martin (links) und Daniel Hubmann stehen vor dem Jahreshöhepunkt der Saison. (Bild: Coralie Wenger)

Jörg Greb, Bern

sport@wilerzeitung.ch

Da ist Daniel Hubmann, 34, der sechsfache WM-Goldmedaillengewinner, die jahrelange Nummer 1 in der Weltrangliste, der leistungshungrige Allrounder, der seine 13. Weltmeisterschaften bestreitet. Und da ist Martin Hubmann, der jüngere Bruder, der es «erst» zu seiner fünften WM geschafft hat – und dennoch zeitweise aus dem Schatten des grossen Bruders herausgetreten ist. Weltmeister war er mit der Mixed-Staffel im letzten Jahr, WM-Silbermedaillengewinner 2014 im Sprint. Beide Brüder sind mit höchsten Ambitionen und zielgerichtet vorbereitet nach Tartu in Estland geflogen.

Ambitioniert, aber nicht allzu optimistisch

«Ich habe mir zwei Medaillen zum Ziel gesetzt», sagt Daniel Hubmann. Als «eine gute Mischung zwischen ambitioniert, aber nicht allzu optimistisch» schätzt er seine Vorgabe ein. «Die Dichte ist gross, und zwischen Rang 1 und 4, zwischen Gold und nichts liegt oft wenig.» Mit einer ähnlichen Vorgabe an die WM in Schweden gereist war er schon vor einem Jahr. Viermal Edelmetall resultierte in vier Einsätzen. Mit einem Schönheitsfehler: nie Gold.

Mit Ausnahme der Mixed-Team-Staffel bestreitet Daniel Hubmann alle Rennen. Mit den verschiedenen Terrains mit Stadt/Park und Wald hat er sich zurechtzufinden. Dabei ist er sich anhand der Trainingseindrücke in diversen Lagern auf einiges gefasst: «Im Wald erwarte ich kein Traumgelände, keinen Genuss-OL.» Auf viel Fallholz, Dickichte, Brennnesseln, schlechte Sicht stellt er sich ein. Der Freude tut dieser Fakt allerdings keinen Abbruch. «Ich freue mich auf spannende Wettkämpfe und landschaftlich ist es auch sehr schön.» Von der «mentalen Komponente, die hier eine grosse Rolle spielt» spricht er.

Wintertief zurückgelassen

Vom Besonderen in den Walddisziplinen kaum betroffen sein wird Martin Hubmann. Trotz der Absicht schaffte er die interne Qualifikation nicht und figuriert lediglich als Ersatz für die Staffel und die Langdistanz im Team. Auf Medaillenjagd geht der Teilzeit-Orientierungsläufer – im Gegensatz zu Daniel arbeitet er mit einer 50-Prozent-Anstellung als Wissenschaftlicher Assistent an der ZHW in Winterthur – dennoch: Im Sprint am Samstag und am Sonntag im Mixed Team Sprint. «Ich fühle mich sehr gut und bin zuversichtlich», sagt er. Im Einzelrennen kann er aus der Aussenseiterposition angreifen. An der Schweizer Sprintmeisterschaft am letzten Samstag büsste Martin Hubmann als Bronzemedaillengewinner nur wenig auf Meister Matthias Kyburz und auf Bruder Daniel ein. «Da sind die Positionen bezogen», sagt er. Aber nachdem er sich im Winter und Anfang Frühling nicht zuletzt wegen seines Studiums und der Prüfungen «oft energielos» gefühlt hatte, gelang es ihm in den vergangenen anderthalb Monaten, die Form fokussiert aufzubauen. Während im Teamsprint klar eine Medaille, am besten die goldene, angesteuert wird, nennt er für das Einzelrennen eine Rangierung in den besten Sechs.

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