Opfer von Standortoptimierung

FLAWIL. Die Organisation «Rettung St. Gallen» wurde zu Beginn dieses Jahres gegründet und umfasst die Rettungsdienste des Kantonsspitals St. Gallen sowie der Spitalverbunde Fürstenland, Toggenburg und Rheintal Werdenberg Sarganserland.

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FLAWIL. Die Organisation «Rettung St. Gallen» wurde zu Beginn dieses Jahres gegründet und umfasst die Rettungsdienste des Kantonsspitals St. Gallen sowie der Spitalverbunde Fürstenland, Toggenburg und Rheintal Werdenberg Sarganserland. Grund für den Zusammenschluss war eine Anpassung des Leistungsauftrages der Regierung an die Spitalverbunde im Bereich des Rettungsdienstes.

Mehr Leute schneller erreichen

Bis anhin mussten 80 Prozent der Bevölkerung bei Lebensbedrohung innerhalb von 15 Minuten erreicht werden. Ab 2015 muss diese Frist bei 90 Prozent der Bevölkerung gewährleistet werden. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Rettung St. Gallen einerseits seine Fahrzeugstrategie verändert, andererseits das Netz der Rettungswagen-Stützpunkte optimiert.

Die neue Strategie sieht vor, dass bei einem Notruf jeweils der dem Notfallort am nächsten gelegene Rettungswagen eingesetzt wird – unabhängig von dessen Heimatstützpunkt. Um jedoch eine Quote von 90 Prozent zu erreichen, sei die Anpassung der Stützpunkte unumgänglich, sagt Günter Bildstein, Leiter der Organisation Rettung St. Gallen.

Flawil nicht allein

«Nur durch ein fein aufeinander abgestimmtes Netz von Stützpunkten können wir dieses Ziel in der gesamten Region der Rettung St. Gallen erreichen», begründet er den Entscheid, den Flawiler Stützpunkt im Oktober aufzuheben. Flawil ist indessen nicht das einzige Opfer der Standortoptimierung. So wurde der Stützpunkt Wattwil schon vor zwei Jahren nach Lichtensteig verlegt, jener von Grabs in diesem Jahr nach Buchs. (red.)