OL-Weltmeister als Motivationsspritze

Am 21. September sprinten die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe Ifang/Eichbühl, Bazenheid, mit der OL-Karte durch den Fetzwald. Juniorenweltmeister Daniel Hubmann hat die Jugendlichen darauf eingestimmt. Er gab auch Ereignisse aus seiner OL-Karriere zum besten. Etwa die Begegnung mit einem Bären.

Urs Huwyler
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Die Autogramme von Daniel Hubmann waren in Bazenheid begehrt. (Bild: Urs Huwyler)

Die Autogramme von Daniel Hubmann waren in Bazenheid begehrt. (Bild: Urs Huwyler)

BAZENHEID. «Wenn schon, denn schon…», sagten sich die Bazenheider Oberstufenlehrkräfte. «Wenn wir schon einen OL durchführen, dann wollen wir vom weltbesten Athleten darauf eingestimmt werden.» Also gewannen sie den sechsfachen Weltmeister Daniel Hubmann für einen Vortrag. Und um die Schüler und Schülerinnen zu Wort und Autogramm kommen zu lassen, sprach der gelernte Schreiner und seit acht Jahren OL-Profi nicht im Plenum, sondern klassenweise über seine Leidenschaft und seine Person. Dadurch besassen auch alle die Möglichkeit, die Anfang August in Schottland gewonnenen WM-Medaillen (zweimal Gold, einmal Silber) oder den OL-Schuh in die Hand zu nehmen.

OL im Kindesalter entdeckt

Videoaufnahmen zu Beginn des Referats zeigten den Jugendlichen, was es heisst, in der wohl nie olympisch werdenden Sportart ein Weltklasseathlet zu sein. Wer nicht geländegängig und trittfest ist, läuferisch wenig drauf hat und die weltweit identischen Kartensymbole nicht lesen kann, wird im Wald (Mittel- und Langdistanz) oder bei den Cityläufen (Sprint) kaum durchstarten können. Was im übrigen nicht sein muss. OL eignet sich für Familien und Freizeitsportler, die gerne in der Natur Körper und Geist fordern möchten. Er habe, liess Daniel Hubmann die Zuhörer wissen, den OL im Kindesalter dank begeisterter Familienmitglieder entdeckt.

Nach allen Regeln der Kunst

Mit 19 Jahren wurde der laufstarke Wahlberner aus Herrenschwanden Juniorenweltmeister. Viel Zeit bleibt den Bazenheidern also nicht mehr, um mit ihm gleichzuziehen. Am 21. September können sie sich einem Test unterziehen. Der OL im Fetzwald wird nach allen Regeln der OL-Kunst gestaltet. Also Einzelstart, die zu laufende Route ist vorgegeben, und die Zeiten, als am Posten gestempelt werden musste, sind vorbei. Der Finger-Badge erlaubt es, die einst unergründlichen (Ab)Wege bei Schul-OL zu kontrollieren.

Daniel Hubmann schilderte den Schülern seine glücklicherweise friedlich verlaufene Begegnung mit einem (ebenso erstaunten) wilden Bären, die Bazenheider Spaziergänger werden im Fetzwald möglicherweise rasende Sieganwärter, suchende, leicht verwirrte OL-Cracks und halb versteckte Lehrpersonen antreffen.

Die Hubmann'sche Motivationsspritze verfehlte ihre Wirkung jedenfalls nicht. Es schien, als wollten einige Karte und Kompass fassen und (sicherheitshalber) mit dem 32jährigen fünffachen Gesamtweltcupsieger zusammen losrennen.