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OL-Läuferin Nina Hubmann bewegt sich auf den Spuren ihrer Cousins Daniel und Martin

Die 16-Jährige trägt das Erfolgs-Gen ihrer Vorbilder Daniel und Martin Hubmann in sich: An der Jugend-EM hat Nina Hubmann bereits Staffel-Bronze gewonnen. Ihre zwei bekannten Cousins begeben sich ab dem 12. August an der WM in Norwegen auf Medaillenjagd.
Urs Huwyler
Nina Hubmann (erste von links) hat an der Jugend-EM mit Ines Berger und Alina Niggli in der Staffel erstmals eine EM-Medaille geholt. (Bilder: PD)

Nina Hubmann (erste von links) hat an der Jugend-EM mit Ines Berger und Alina Niggli in der Staffel erstmals eine EM-Medaille geholt. (Bilder: PD)

EM-Medaillen gehören für die Eschlikoner OL-Familie Hubmann beinahe zum Alltag. Beim achtfachen Weltmeister Daniel sind es 13; fünfmal Gold, sechsmal Silber, zweimal Bronze. Sein 30-jähriger Bruder Martin, Staffel-Weltmeister, ist dreifacher Europameister und hat zweimal Silber geholt. Künftig kann jedoch kaum mehr von den «drei Hubmännern» die Rede sein – mit dem früheren Leistungssportler Beat zusammen gewannen Martin und Daniel auch schon Team-Gold an den Schweizer Meisterschaften.

Zur Freude der Männer erhalten sie von der ebenfalls für die OL Regio Wil startenden Cousine Nina Hubmann aus Märwil Verstärkung. Die Tochter von Ehrenmitglied Jörg Hubmann, der mit seiner Frau Fränzi intern den J+S-Bereich betreut, führte die Staffel an ihrer ersten Jugend-EM im weissrussischen Grodno in der Kategorie U16 als Startläuferin zu Bronze. «Die Medaille wurde nicht erwartet. Auch für mich kam sie eher überraschend», so die zu den Nachwuchshoffnungen zählende OL-Läuferin mit dem grossen Familiennamen.

Unter den besten 20 im Sprint und in der Distanz

Im Einzel platzierte sich Nina Hubmann auf den Rängen 14 im Sprint und 18 in der Distanz. Neben den Schweizern und Skandinaviern mischten bei den Jugendlichen neue Nationen vorne mit. Stark präsentierten sich Tschechien und Ungarn. Die 16-Jährige sagt:

«Aber meine Vorbilder bleiben Daniel und Martin.»

Sie sieht sich wie der grosse Cousin Daniel eher als Allrounderin, möchte möglichst alle Disziplinen bestreiten.

Martin Hubmann debütiert auf der Langdistanz

Martin wurde über Jahre als Sprint-Spezialist betitelt, weil er an Titelkämpfen keine Chance über die Mittel- oder Langdistanz erhielt. In Norwegen wird er in seinem ersten Profijahr nach einem schwierigen Weltcup-Auftakt sein WM-Début in Ostfold über die Langdistanz geben.

«Endlich geschafft», beschreibt er in zwei Worten seine Genugtuung und fügt an, er habe 30 Jahre alt werden müssen, um in einer Wald-Disziplin starten zu können. Zuletzt trainierte er monatelang in seiner zweiten Heimat Norwegen, wo am 12. August die WM mit der Eröffnungsfeier beginnt.

Daniel Hubmann strebt weitere Medaillen an

Der während der letzten Jahre weltbeste OL-Läufer Daniel Hubmann, der ebenfalls Intensiv-Wochen in Norwegen hinter sich hat, startet wie üblich in sämtlichen Rennen. Podestplätze, das ist sich Nina Hubmann bewusst, werden von Daniel inzwischen beinahe erwartet.

Das Ziel des 36-Jährigen bleibt eine Medaille, obwohl er beim Weltcup-Auftakt in Finnland mit zwei sechsten Rängen ohne Podestplatz geblieben war. «Trotzdem durfte ich zufrieden sein», sagt der gelernte Schreiner. Dass seine Cousine, angehende Floristin, auch einen naturbezogenen handwerklichen Beruf gewählt hat, passt ins Gesamtbild.

Martin (links) und Daniel Hubmann sind für die WM in Norwegen bereit.

Martin (links) und Daniel Hubmann sind für die WM in Norwegen bereit.

An Titelkämpfen in der Schweiz, Italien, Schottland oder Finnland war Nina Hubmann live dabei, als der sechsfache Gesamtweltcupsieger die Szene aufmischte. Beim früheren Silbermedaillengewinner über 5000 m an den Schweizer Meisterschaften und Sieger des Frauenfelder Militärwettmarsches im Halbmarathon liegen die Stärken eher im läuferischen Bereich. «Bei mir sind Athletik und Kartenlesen ziemlich ausgeglichen», sagt Nina Hubmann, die von ihrem Vater Jörg und Cousin Beat trainiert und gecoacht wird.

Schwester steht schon in den Startlöchern

Von hinten drückt bereits die ein Jahr jüngere Schwester Lisa nach. Zuhause trainieren sie gemeinsam, ersparen sich dadurch die Reisezeit in ein Leichtathletik-Training. Treten die beiden «Hubmänner» also irgendwann zurück, dürften Nina und Lisa die Lücke füllen.

Die Voraussetzungen sind geschaffen. «Wir haben den OL-Sport ohne Druck der Eltern oder aus dem Umfeld gewählt», sagt Nina Hubmann und fügt an: «Wir waren von klein auf dabei und sind in die Szene hineingewachsen». Wie die Cousins.

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