Oktober war kalt, trüb und trocken

Der vergangene Monat vermochte im Gegensatz zum Sommer nicht mit positiven Superlativen zu schmeicheln. Gegenüber dem langjährigen Mittelwert gab es 35 Prozent zu wenig Sonnenschein.

Christoph Frauenfelder*
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NIEDERUZWIL. Mit einem Durchschnitt von 8,9 Grad ist der zweite Herbstmonat an der Wetterstation Fürstenland in Niederuzwil gegenüber dem langjährigen Mittelwert (1981–2010) um 0,6 Grad zu kalt ausgefallen.

Oft kühle Bise

Die tiefste Temperatur betrug 1,0 Grad. Die höchste Temperatur wurde mit 20 Grad registriert. Die Heizgradziffer ergab 310 Grad. Besonders kalt war die zweite Dekade (siehe Grafik), als oft eine kühle Bise aus Nordost wehte. Der Oktober brachte keinen Sommertag mehr, aber auch noch keinen Frost.

Zu wenig Regen und Sonne

Die Niederschläge fielen mit nur 44 Millimetern (50 Prozent des langjährigen Mittelwerts) erneut stark defizitär aus. Diese Regenmenge verteilte sich auf neun Tage, das entspricht in etwa der zu erwartenden Anzahl. Gewitter zeigten sich keine mehr. An fünf Tagen herrschte Nebel. Der Oktober ist nach den Klimabüchern mit Abstand der nebelreichste Monat des Jahres.

Die vielen trüben Tage – es waren deren 19, mit einem Bewölkungsmittel von über 80 Prozent – sorgten für deutlich zu wenig Sonne. Mit 61 Stunden schien sie gegenüber dem langjährigen Mittelwert rund 35 Prozent zu wenig.

Die mittlere Windgeschwindigkeit betrug lediglich 2,2 Kilometer pro Stunde, sie liegt damit 45 Prozent zu tief. Die höchste Windspitze wurde mit 57 Kilometern pro Stunde gemessen. Es gab noch keine Sturmtage. Dies wird sich ab Mitte November ändern, wenn der erste Wintereinbruch auch im Unterland zu erwarten ist. Dann weht ein anderer Wind.

* Der Autor ist Inhaber der Meteotop-Wetterstation Fürstenland in Niederuzwil.