Ohne Vuvuzelas – mit Kirchenchor

Hochstehende Vorträge des Chors, anschaulich präsentierte Informationen zur anstehenden Renovation, ein gemütlicher Grill-Zmittag und nicht zuletzt das herrliche Sommerwetter haben dazu beigetragen, dass das Kirchenfest vom Sonntag seinen Namen zurecht verdiente.

Christine Gregorin
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Der mit Projektsängerinnen und -sängern verstärkte Kirchenchor Oberbüren brillierte mit anspruchsvollen Vorträgen. (Bilder: cg.)

Der mit Projektsängerinnen und -sängern verstärkte Kirchenchor Oberbüren brillierte mit anspruchsvollen Vorträgen. (Bilder: cg.)

oberbüren. «Wir feiern ohne Vuvuzelas, dafür mit dem Kirchenchor», klärte Pater Andy Givel Besucherinnen und Besucher auf. Mit dieser Aussage deutete er augenzwinkernd an, dass neben den Festlichkeiten zu Ehren des Kirchenpatrons – des heiligen Ulrich – momentan etliche weitere im Gang seien; Schulabschlussfeiern, Geburtstage oder Jubiläen und selbstverständlich die erstmals auf dem afrikanischen Kontinent ausgetragenen Fussball-Weltmeisterschaften.

Christliches Leben heute

«Aber was bleibt, wenn Grill und Fritteuse aus sind?», stellte der Pallottiner-Pater im späteren Verlauf des Festgottesdienstes die Frage nach der Nachhaltigkeit der aktuellen Festivitäten. Anhand des Wirkens des Kirchenpatrons, der ein Mann der Worte und Taten gewesen sei und stets bescheiden und anspruchslos gelebt habe, versuchte Pater Andy Givel den Bogen in die heutige Zeit zu spannen.

Gemäss dem Aufruf des heiligen Bischof Ulrich seien Vorbild werden, dem Glauben treu und unbeirrt auf der Suche nach Gott bleiben die Eckpfeiler echten christlichen Lebens. Und der volksnahe Pallottiner-Orden bringe das Ganze wie folgt auf den Punkt: «Ahmt eine der Tugenden Eures Kirchenpatrons nach!»

Musikalisch mit Bravour

Mit der einem Festgottesdienst würdigen Umrahmung durch den mit Projektsängerinnen und -sängern verstärkten Kirchenchor Oberbüren

unter der Leitung von Dirigentin Ruth Stolz, unter Mitwirkung des zehnköpfigen Kammerensembles rund um Anne-Maria Bagdasarjanz und Cornel Weibel an der Orgel musizierten sich sämtliche Protagonisten direkt in die Herzen der Zuhörer. Die «Messe in G-Dur» von Franz Schubert und «Seht die Herrlichkeit Gottes» von Georg Friedrich Händel bedeuteten eine anspruchsvolle Aufgabe, die trotz der engen Platzverhältnisse auf der Empore mit Bravour gemeistert wurde.

Störenfried unerwünscht

Einzig beim «Kyrie Eleison», das die Messe eröffnete, wirkten die Streicher einen Hauch zu dominant und die Synchronität der S-Endungen liess minim zu wünschen übrig. Der Grund dafür lag aber mit Sicherheit in der Anwesenheit eines Störenfrieds, der sich auf die Empore geschlichen und sowohl Chorleiterin, Sängerinnen und Sänger als auch Instrumentalisten kurzzeitig aus der Konzentration gebracht hatte.

«Ich bin sehr zufrieden», konstatierte Ruth Stolz unmittelbar nach dem Konzert. Die mit dieser schwierigen Messe hoch gesteckten Ziele seien erreicht worden, zeigte sich die Dirigentin entsprechend stolz.

Anschauliche Informationen

Ein Apéro, das virtuose Ständchen der Musikgesellschaft Oberbüren, der durch den gastgebenden Kirchenchor Oberbüren tadellos organisierte Grill-Zmittag und viel Sonnenschein sorgten dann für ein geselliges Kirchenfest im Freien.

Auf Interesse stiess zudem die Präsentation des Zwischenstandes der Abklärungen und Planungsarbeiten zur anstehenden Kirchenrenovation. Das Architekten-Team Bruno Bossart und Ueli Schlegel stand dabei im Dauereinsatz und erklärte die Details. Gemäss August Stolz, dem Präsidenten der Katholischen Kirchgemeinde Oberbüren, wird voraussichtlich im November an einer ausserordentlichen Bürgerversammlung über den dafür benötigten Kredit abgestimmt werden können.

Anhand eines Modells erklärte Architekt Bruno Bossart (Mitte) Viktor Stolz (links) und Alex Keller Details der geplanten Kirchenrenovation.

Anhand eines Modells erklärte Architekt Bruno Bossart (Mitte) Viktor Stolz (links) und Alex Keller Details der geplanten Kirchenrenovation.

Das herrliche Sommerwetter machte den traditionellen «Grill-Zmittag» des Kirchenfestes doppelt gemütlich.

Das herrliche Sommerwetter machte den traditionellen «Grill-Zmittag» des Kirchenfestes doppelt gemütlich.

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