Ohne Helm gibt's keinen Veloparkplatz

UZWIL. In Uzwil bekommen nur noch Schüler mit Velohelm einen Platz im Veloständer der Schulanlagen. Die Jugendlichen sollen damit fürs Tragen des Kopfschutzes sensibilisiert werden. Bei der Durchsetzung der Helmpflicht zählt der Schulrat auf die Hilfe der Eltern.

Donat Beerli
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Ab dem 1. Dezember gilt für die Uzwiler Schüler Helmpflicht. (Bild: Urs Jaudas)

Ab dem 1. Dezember gilt für die Uzwiler Schüler Helmpflicht. (Bild: Urs Jaudas)

Gerade im Winter kann der Schulweg für Kinder gefährlich sein. Velos sind für Autofahrer schlecht erkennbar, Eis und Schnee können zu Stürzen führen. Die Uzwiler Schulen wollen deshalb die Sicherheit ihrer Schüler auf der Strasse verbessern. Mit einer neuen Massnahme verpflichten sie die jugendlichen Velofahrer dazu, auf dem Schulweg einen Helm zu tragen. Angesprochen sind vor allem die Oberstufenschüler.

Schule bestimmt die Spielregeln

Doch wie funktioniert ein Helmobligatorium, wenn in der Schweiz keine Helmpflicht existiert und die Schule dieses daher nicht durchsetzen kann? «Auf dem Schulareal können wir die Regeln bestimmen», sagt Schulratspräsident Daniel Wyder. Ab dem 1. Dezember gilt: Nur diejenigen Schüler, die einen Velohelm auf dem Kopf tragen, dürfen ihr Fahrrad in den Veloständern auf dem Schulareal abstellen. Doch wer kontrolliert, ob die Schüler einen Helm tragen?

Im Dezember werde man zusammen mit Securitas-Mitarbeiter eine Kontrolle durchführen, sagt Wyder. Wer dann keinen Helm trage, kein Licht habe oder die von der Schule zur Verfügung gestellten Speichenreflektoren nicht montiert habe, werde notiert. Anschliessend werden deren Eltern kontaktiert, um sicherzugehen, dass ihr Kind in Zukunft die neuen Regeln befolgt. Natürlich setze man bei der neuen Regelung auf die aktive Unterstützung der Eltern, sagt der Uzwiler Schulratspräsident. Denn der Schulweg liegt gemäss Gesetz in ihrer Verantwortung.

Vergangene Woche wurde den Schülern ein Brief mit nach Hause gegeben, in dem über die neue Helmpflicht informiert wird. Bisher habe es keine negativen Meldungen seitens der Eltern gegeben, sagt Wyder. Im Gegenteil, Eltern seien auf ihn zugekommen und hätten ihm mitgeteilt, wie froh sie seien, dass endlich etwas gemacht werde. In der Schule werden die Kinder zudem für das Thema Sicherheit auf der Strasse sensibilisiert. Es sei wichtig, dass sie sich bewusst werden, wie sie von Autofahrern wahrgenommen werden, betont Wyder.

Velo woanders parkieren

Wer sich der neuen Ordnung nicht beugen will, also weiterhin ohne Helm oder Speichenreflektoren fahren möchte, muss sein Velo irgendwo sonst hinstellen. Wyder gibt zu, dass dadurch Probleme entstehen könnten. «Es gilt, die Situation im Auge zu behalten und nötigenfalls einzuschreiten.» Aber alles könne man halt nicht unterbinden.