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Ohne Geld und Helfer geht nichts

WIL. Vom 3. bis 5. Juni 2016 findet in Wil das fünfte mittelalterliche Hof-Spektakel statt. Die Organisationsaufgaben für diese Veranstaltung mit rund 10 000 Besuchern sind anspruchsvoll. Immer aufwendiger ist die Suche nach Sponsoren.
Hans Suter
Philippe Weder darf beim Hof-Spektakel noch immer auf namhafte Sponsoren und auf Helfer zählen. «Ohne diese ginge es nicht», sagt er. (Bild: Hans Suter)

Philippe Weder darf beim Hof-Spektakel noch immer auf namhafte Sponsoren und auf Helfer zählen. «Ohne diese ginge es nicht», sagt er. (Bild: Hans Suter)

Vereinspräsident Philippe Weder ist ein optimistischer Mensch. Er denkt grundsätzlich in Lösungen, und nicht in Problemen. Aber auch er kann nicht verhehlen, dass ihm die Finanzierung des mittelalterlichen Hof-Spektakels in Wil zuweilen auf dem Magen liegt. «Die Suche nach Sponsoren wird immer schwieriger», sagt er.

Einnahmen reichen oft nicht

Das Budget einer grossen Veranstaltung beläuft sich heute schnell auf mehrere 100 000 Franken. Das finanzielle Risiko, das organisierende Vereine eingehen, ist erheblich. Mit einem entsprechenden Passus in den Statuten lässt sich für die Vereinsmitglieder zwar eine private Nachschusspflicht ausschliessen. Viel ruhiger schlafen lässt es sich deswegen aber nicht. Denn die meisten grossen Veranstaltungen sind ohne Sponsoren und freiwillige Helferinnen und Helfer undenkbar geworden. Die erzielbaren Einnahmen aus Gastronomie, Eintrittsgeldern und gegebenenfalls Standvermietungen reichen oftmals nicht aus, um die anfallenden Kosten zu decken – insbesondere bei Wetterpech. Zudem gilt die ökonomische Erfahrung: Für die Zukunftssicherung einer Veranstaltung muss ein Gewinn anfallen.

Kosten steigen stetig

Um Publikumserfolg zu haben, müssen die Organisatoren immer mehr und Spezielleres bieten. Das treibt die Kosten in die Höhe. Kaum zu bremsende Ausgabeposten sind auch die behördlichen Auflagen und Sicherheitsvorkehrungen. Demgegenüber sinkt die Bereitschaft vieler Besucherinnen und Besucher, für eine gut und sicher organisierte Veranstaltung ein Eintrittsgeld zu entrichten. Viele Veranstalter befinden sich also in einem Teufelskreis.

Gute Verankerung wichtig

Um aus diesem Teufelskreis ausbrechen zu können, braucht es in den Augen von Philippe Weder in erster Linie eine gute Verankerung in Gesellschaft und Wirtschaft. Da die tendenziell weniger werdenden Sponsoren immer mehr an Bedeutung gewinnen, braucht es viel gegenseitiges Vertrauen. Dies gelte ebenso für die Kontakte zu den politischen Behörden, die nicht nur Auflagen machten, sondern Veranstaltungen auch mit wertvollen Dienstleistungen unterstützten. Letztlich brauche es aber auch Publikum. Dieses zu gewinnen, sei eine weitere Herausforderung.

Das mittelalterliche Hof-Spektakel in Wil hat bislang jeder Unbill standgehalten. Selbst als die Veranstaltung 2014 wegen anhaltend starker Regenfälle hat abgesagt werden müssen und ausser Kosten nichts zurückgeblieben ist, wurde der Kopf nicht in den Sand gesteckt. Gegenwärtig arbeitet das 13köpfige OK an der fünften Auflage. Philippe Weder verspricht einige Neuerungen und Änderungen. Denn Veränderungen beleben eine Veranstaltung. Alles will er noch nicht verraten, kündigt aber an: «Wir haben ein neues Musikkonzept. Dieses lautet: Weniger und kleiner, aber mobiler.»

Neues und Bewährtes

So werden verschiedene Künstlerinnen und Künstler nicht mehr nur auf der Bühne zu sehen und hören sein, sondern als Walking Acts auf dem Gelände unterwegs sein und musizieren. So sehr der Reiz des Neuen lockt, erwarten die Besucherinnen und Besucher auch ein Festhalten an beliebten Klassikern. So sind das Heerlager, das Marktleben und das Ritterturnier feste Bestandteile des Hof-Spektakels 2016. Ebenso wird es wieder besondere Aktivitäten geben wie das Katapultschiessen.

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