Ohne Ausreisser nach oben

Im Grossraum Wil suchen in Rickenbach und Uzwil prozentual am meisten Leute eine Arbeitsstelle. Am wenigsten Menschen sind in Wuppenau, Niederhelfenschwil und Lütisburg auf der Suche.

Simon Dudle
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REGION. Jeden Monat veröffentlichen die regionalen Arbeitsvermittlungszentren diverse Zahlen. Aus ihnen lässt sich zum Beispiel eine Rangliste erstellen, in welcher Gemeinde der Region wie viele Leute auf Stellensuche sind (siehe Tabelle rechts). Das Resultat des Monats Juli – es sind noch immer die aktuellsten Zahlen – zeigt, dass viele Gemeinden an der Spitze sind, die einen hohen Ausländeranteil haben. So zum Beispiel Rickenbach. «Es mag diesbezüglich einen Zusammenhang geben. Häufig hat das mit der fehlenden Ausbildung oder mangelhaften Sprachkenntnissen zu tun», sagt Gemeindeammann Ivan Knobel.

Stellen mit erhöhtem Risiko

Die Stadt Wil klassiert sich auf dem fünften Platz. «Es ist richtig, dass Ausländer tendenziell stärker von Erwerbslosigkeit betroffen sind als Schweizer. Entscheidend ist wohl die Zuweisung vieler Ausländer zu Branchen und Berufen, die mit einem erhöhten Risiko der Erwerbslosigkeit verbunden sind», sagt Stadtrat Dario Sulzer.

Überblickbare Zahlen

Weiter fällt auf, dass einerseits vier der fünf zuoberst plazierten Gemeinden aus dem Hinterthurgau kommen, und es andererseits keine Ausreisser nach oben gibt. Selbst in Rickenbach sind die Zahlen «im kantonalen Durchschnitt», wie es Knobel formuliert. Erfreulich ist, dass in vier Gemeinden der Region nicht einmal jeder hundertste Einwohner eine Stelle sucht. In reellen Zahlen ausgedrückt heisst dies, dass in Wuppenau im vergangenen Monat gerade mal sieben Personen auf Stellensuche waren, in Braunau acht.