Offiziere suchen Präsidenten

WIL. An der Hauptversammlung der Offiziersgesellschaft Fürstenland traten Vizepräsident Andreas Eisenring und Vorstandsmitglied Marc Flückiger zurück. Zuvor hielt Brigadier Werner Epper auf dem Wiler Turm ein Referat.

Rudolf Steiner
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Vorgängig zur HV der Offiziersgesellschaft Fürstenland referierte Brigadier Werner Epper auf dem Wiler Turm über die Gripen-Beschaffung. (Bild: Rudolf Steiner)

Vorgängig zur HV der Offiziersgesellschaft Fürstenland referierte Brigadier Werner Epper auf dem Wiler Turm über die Gripen-Beschaffung. (Bild: Rudolf Steiner)

WIL. Allzu imponierend war der Aufmarsch zur Hauptversammlung der Offiziersgesellschaft Fürstenland am Freitagabend trotz des angekündigten Referats von Einsterngeneral Werner Epper nicht. Von den 198 Mitgliedern nahmen sich gerade mal 19 Mitglieder die Mühe, die 189 Stufen bis zur Plattform auf 34 Metern Höhe hinaufzusteigen. Und weil just auf den Abend die Schönwetterperiode zu Ende ging und schwarze Gewitterwolken vorüberzogen, war mit der angekündigten prächtigen Aussicht von den Österreicher bis in die Berner Alpen nichts.

Ohne Präsidenten

Dunkle Wolken ziehen sich auch über der Offiziersgesellschaft Fürstenland zusammen, zumindest was die Bereitschaft ihrer Mitglieder zur Mitarbeit im Vorstand betrifft. Denn nach dem Rücktritt von Vizepräsident Andreas Eisenring (Flawil) hat die Offiziersgesellschaft Fürstenland aktuell weder einen Präsidenten noch einen Vizepräsidenten. Der 39jährige Andreas Eisenring, im Militär im Rang eines Majors, wurde vor vier Jahren in den Vorstand gewählt. Nach dem unvorhergesehenen Rücktritt des damaligen Präsidenten übernahm er nach nur einem Jahr 2011 als Vizepräsident die Funktion des Präsidenten ad interim. In diesen drei Jahren hat er 2012 die Feierlichkeiten zum 125-Jahr-Jubiläum der Offiziersgesellschaft organisiert und eine Statutenrevision durchgeführt. «Ich habe aber bereits damals signalisiert, dass ich 2014 zurücktreten werde,» sagte Eisenring an der HV am Freitagabend, die auf dem Betrieb von Landwirt Knellwolf in der Sömmeri bei Wil stattfand. Für seinen Rücktritt nannte er berufliche und private Gründe.

Lösungen erarbeiten

Nachdem mit Marc Flückiger (Wil) nach zwei Jahren ein weiteres Vorstandsmitglied zurücktrat, besteht die Vereinsleitung momentan mit Martin Koller (Wil), Robin Breu (Wil), Thomas Bodenmann (Wil) und Kassierin Adelheid Hauptlin (Eschlikon) nur noch aus vier Mitgliedern. Auf Vorschlag des zurücktretenden Vizepräsidenten wurde an der HV eine Findungskommission mit der Aufgabe gebildet, möglichst rasch Alternativen zur Zukunft der OG Fürstenland auszuarbeiten und Mitglieder für die Mitarbeit im Vorstand zu finden. Diese Gruppe besteht aus den beiden Vorstandsmitgliedern Robin Breu und Paul Strässle (Wil) und den Mitgliedern Rolf Schmutz (Zuzwil) und Adrian Müller (Uzwil). Die Gruppe wird sich in zwei Wochen zur ersten Sitzung treffen, an der auch die Übergabe der Amtsgeschäfte stattfinden wird. «Eine Fusion mit einer benachbarten Offiziersgesellschaft ist eher unwahrscheinlich», sagte der zurücktretende Vizepräsident.

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