Offen wie ein Scheunentor

Das erste Meisterschaftsspiel (2. Liga) der Saison geriet gleich zu einem Klassiker. Der KTV Wil traf auf den HC Flawil. Die Äbtestädter kamen zu einem ungefährdeten 36:20- (17:10)-Erfolg.

Urs Nobel
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Nur noch fliegen ist schöner: Der KTV Wil (rot) fand immer wieder Lücken, um das Skore auszubauen. (Bild: Urs Nobel)

Nur noch fliegen ist schöner: Der KTV Wil (rot) fand immer wieder Lücken, um das Skore auszubauen. (Bild: Urs Nobel)

HANDBALL. Die Matchuhr war unbarmherzig. Die Flawiler konnten noch so oft zu ihr hoch sehen. Die Partie wurde nicht vorzeitig beendet. Ein Spiel, das zu Beginn recht nervös wirkte, in dem der KTV Wil aber bereits die Basis für den Erfolg legte. Das Heimteam liess den HC Flawil nur in der ersten Halbzeit nach etwa 20 Minuten resultatmässig nochmals leicht an sich herankommen, baute dann aber den Vorsprung bereits bis zur Pause komfortabel aus.

Treffer im Minutentakt

Im zweiten Umgang dann die Kür. Der KTV Wil gab eine deutliche Machtdemonstration ab. Mit mehreren Fliegern, Schlenzern, Hebern oder auch aus Kombinationen heraus baute er das Skore in regelmässiger Folge zum deutlichen Sieg aus. Dem HC Flawil blieb nur noch das Staunen und eben die Hoffnung, dass das Leiden ein baldiges Ende nehmen würde.

Mehr Gegenwehr erwartet

Spielertrainer Sebastian Raschle zeigte sich nach dem Spiel äusserst zufrieden und räumte ein, dass heute wirklich alles geklappt habe und dass dieser Sieg ein optimaler Start in die Saison gewesen sei. Dass die Mannschaft mehr Gegenwehr erwartet habe, bestätigte der mehrfache Torschütze Raphael Haag: «Wir haben ein schwierigeres Spiel erwartet. Auch deshalb, weil wir spielerisch im Cupspiel vom Mittwoch keineswegs brillierten.»

Verunsichert gestartet

Sportlich fair gab sich Flawils-Trainer Pius Burtscher, der nach dem Spiel dem Gegner sofort gratulierte und ihm attestierte, dass dieser klar besser war und den Sieg verdient habe. «Meine Mannschaft war aus den bekannten Gründen (Anm. Haftmittel-Verbot) anfänglich mindestens leicht verunsichert. «Dies soll nicht als Entschuldigung für die Niederlage gelten, sondern ist mit ein Grund für die schwache Leistung. Wir können sicher mehr, als wir in Wil zeigten, nehmen aber auch mit auf den Heimweg, dass wir in den Trainings noch viel zu tun haben.»